Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
737
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BAL. — BAM. Nr. 1676 — 1677. 737

1676. Balthasar van Westerhout von Antwerpen, Arnolds Bru-Bal. v Jf sc Prag \ ( ' cr > UDtft se ' nc Kunst in Prag,# a /j w I n,u ' stacn da °' ne bedeutende

. v. w. sc. I Anzahl von Bildnissen, Andachts-

falt. v. W. del. et sculps. \ blättern, Thesen u. s. w. Auf

"all. v. W. sculps. et e.rc. Prag. \ mehreren Stichen zeichnete derBaltha, v West sc I Künstler mit der Abbreviatur

, ' seines Namens. Die betreffen-

den Blätter zählen wir nicht auf, da kein Irrthnm entstehen kann.Auch sind sie nicht von solcher Bedeutung, dass die Kunstsammlereines genauen Verzeichnisses bedürften. Westerhout starb zu Prag 1728.

1677. Giovanni Battista d Angeli, genannt B. del Moro, Maler und

•SfM- Radirer von Verona, war Schüler Tizian's, schloss sich aber

■ji .~ später au Torbido il Moro an, und erhielt als dessen Schwicger-

■ O \A\' söhn den obigen Beinamen. Sein Geburtsjahr ist unbekannt,

•ttan weiss nur, dass der Künstler um 1550—1576 thätig war.

Bartsch P. gr. XVI. p. 177 beschreibt 36 Blätter von Battista delMoro's Hand. Nur auf wenigen findet man das gegebene Zeichen;°fters stehen die Initialen B. M. auf Iiadirungen desselben, worüberw 'r aber an der betreffenden Stelle handeln. Das zweite Zeichen stehtau f dem grossen Blatte mit der hl. Familie, B. No. 12. Rechts sitzt^lisabeth hinter der Wiege, und Maria schlingt den linken Arm umihren Nacken. Das Kind sitzt auf dem Schoosso der letzteren, reichta °er noch mit einem Fusse in die Wiege. Es wendet sich gegen Jo-annes, welcher links Früchte in der Schürze darreicht. Oben blicktJoseph zum Fenster heraus, und rechts sind andere Gebäude mitDurchsicht. Links unten steht: RAPHAEL VRB. INV., in der Mitte•Jas Zeichen des Künstlers, und rechts liest man: BATT. COGNOMEHTO,D El.. MORO. H. 19 Z. 3 L. Br. 16 Z. — Dieses seltene Blatt ist•'adirt nnd mit dem Stichel vollendet. Bartsch erkannte darin eineJ,, gendarbeit dos B. del Moro, was sehr zweifelhaft ist, da das Mach-werk dagegen spricht. Die Schrift dürfte erst später aufgestochen*°rden seyn, und zwar bei der Rctouche durch den Stichel. Auchi® 1 die Composition nicht von Rafael. Der Zeichner entnahm seineMotive der hl. Familie mit den Blumen streuenden Engeln im Mu-Se '<ni des Louvre. Das Jesuskind gestaltete er zum Johannes um, undSab dafür ersterem fast hässliche Gesichtszüge. Auch die beiden* r auen sind benutzt, und die Wiege hat nur eine andere Verzierung,j e r architektonische Grund sollte wohl das Plagiat vollkommen ver-koken.

Die gegebenen Zeichen findet man ferner auch auf Landschaften"ach Zeichnungen im Charakter Tizian's. Sie bilden eine Folge, anWelcher auch G. B. Pittoni Viccntino Theil hat. Die. Gegenden sind^"eils in der Romagna, theils im Neapolitanischen aufgenommen, mitArchitektur oder mit Figuren und Tnieren geziert, kl. qu. fol., u. kl.I' 1, 4. Betrachtet man diese Blätter, so möchte man an B. del Moro~*eifeln, da sie nicht aus dessen früher Zeit stammen können. Sie?J n d nicht vorzüglich in der Zeichnung, und rein geätzt. Auf anderenRättern dieser Art stehen die Buchstaben B. M- , abweichend in derI °rm von jenen des B. del Moro. Bartsch erwähnt keines dieserj**dschaftlichen Blätter, und es ist wohl möglich, dass er sie nicht'"' del Moro's Arbeit hielt. Eine der Landschaften, auf welcher daser ste Zeichen steht, zeigt rechts Berge mit einem Flusse. Im Vor-jjfiuide gegen rechts sitzt der Hirt unter dem Baume, und vor ihm4,t die Schafheerde. Links breitet sich ein gelichteter Wald aus,