Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
657
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AV. Nr. 1475-1477. 657

1475. Anton van der Vinne? Diese Initialen sollen sich auf einem

AT/ Gemälde, mit der Jahrzahl 1500 finden. Es stellt einevir. flache Gegend mit einer Bucht vor, und zeigt im Grundeauch einen alten Thurm. Tm Wasser sind Schiffe vor Anker, und ver-schiedene Figuren laden Waarcn aus, während Soldaten die Aufsichtzu führen scheinen. Das Gemälde ist von ziemlicher Grösse, und deuteta uf einen tüchtigen, wohl holländischen Meister, dessen Name aber nurrouthniasslich zu bestimmen ist.

Ccan Bcrmudez erwähnt eines Antonio de las Vinas, welcher um1580 in Diensten des Kaisers Carl V. stand. Nach der Angabe desgenannten Schriftstellers sah man im Schlosse des Pardo zu Madridmehrere Werke von ihm, welche Ansichten von seeländischen Städten,Häfen und andern Gegenden vorstellen, und mit 1502 bezeichnet sind.Das Real Museo zu Madrid besitzt aber kein Werk unter diesem Namen,k. Bcrmudez hatte sicher dem Namen eines holländischen Künstlersspanischen Klang gegeben, so dass wir einen Anton van der Vinnevermuthen. Spätere Meister dieses Namens kennen auch die hollän-dischen Schriftsteller, und vielleicht ist ihnen jener Anton v. d. Vinneentgangen, weil er fern von der Heimath lebte. Die Initialen A. v. V.könnten ihm angehören, da wir sie auf keinen anderen gleichzeitigenMeister zu deuten wissen.

1476. Adrian van de Velde ist von einem Copisten unter diesen_AV\/T) i (C Initialen angedeutet. Man findet sie auf schönen Copien-t YV.V-L'. / o 10 ,j CI . Originalradirungen des Adrian van de Velde, welcheBartsch I. No. 11—16 beschreibt, und auch wir unter den Initialen4- V. V. F. No. 1477 aufgezählt haben, um zum Vergleiche mit den Copiendie nöthigon Anhaltspunkte zu geben. Der Copist ist der 1816in Amster-dam verstorbene Kupferstecher Heinier Vinkeles. Brulliot II. No. 176behauptet, dass man auf allen sechs Blättern die Buchstaben A. V. V. 1).finde, so dass also auch das Blatt mit der liegenden Ziege B. 16.,welches im Originale die Initialen A. V. V. trägt, als Copie nicht täu-schen kann. Der Inhalt der Blätter ist in dem folgenden Artikel an-gegeben, nur tritt in den Copien rechts entgegen, was in den Originalenlinks erscheint, u. s. w.

1477. Adrian van de Velde, der berühmte Landschafts- und Thier-/Vv/V/ ip maier von Amsterdam, ist bereits unter den Initialen

-oVV 1 F mälde und lladirungen auf solche Weise bezeichnetAW'-i*- sind. Hier haben wir es ebenfalls mit radirten Blät-tern zu thun, mit der Folge bei Bartsch I. No. 11-16, welche als Meister-werk dos Künstlers erkannt wird. Die Blätter dieser Folge sind grössten-theils mit der Jahrzahl 1010 bezeichnet, und stammen demnach ausder Blüthezeit des Meisters. Sic sind in Zeichnung und Behandlungder Nadel gleich bewunderungswürdig.

1) (B. 11.) Die grasende Kuh in Profil nach rechts, wo man unterdem Baume am Rande zwei Schafe sieht. In der Mitte unten: 1070.A V. V. F. H. 4 Z. 6 L. Br. 6 Z. 3 L.

2) (B. 12.) Der scheckige Stier auf der Weide, in 3 A Ansicht nachlinks. Rechts neben ihm stehen zwei Schafe, und ein drittes ist»nks. Links unten: A. V. V. F. 1070. H. 4. Z.

3) (B. 13.) Die beiden Kühe unter dem Baume, die eine stehend■ n Profil nach links, die andere liegend. Rechts zeigt sich ein Fluss.Links unten A. V. V. F. H. 4 Z. 7 L. Br. 5 Z. 9 L.