564 AT. Nr. 1333 — 1334.
welche gegen Ende des 16. Jahrhunderts bei Johann Bussemacher inColn erschien. Mey gab den Martin Schön als Erfinder an, der neuereCopist wollte aber die Composition dem A. Dürer beilegen, und be-ging daher ein ungeschicktes Falsum.
1333. Martin Treu, angeblich Kupferstecher von Nürnberg. Die-jenigen Kunstfreunde, welche mit der Bedeutung dieser
Zeichen nicht, bekannt sind, worden die Buchstabeni-/l I i AT darunter vennuthen , besonders unter dem erste».Sic bestehen aber aus MT, und werden nach Christ einem unbekanntenMartin Treu zugeschrieben. Wir kommen daher unter MT. daraufzurück, und bemerken hier nur, dass sich das erste Monogramm,welches von jenem bei Bartsch IX. p. 68, X. Tab. des nionogr. NO. 247eben so sehr abweicht, als das /weite, auf einem Blatte mit Goldschmieds-Verzierungen finde. Es enthält Medaillons, Griffe, Schnörkel, Laub-werk, Füllhörner u. dgl., Alles auf schwarzem Grunde. Links obenauf einer Tafel steht das Zeichen mit der .Tshrzahl 840, Dieser Stichschliesst sich jenen an, welche Bartsch No. 39 u. 40 beschreibt. Daszweite Monogramm, mit der.labrzabl !5Mi, steht auf einem Blatte ausder Folge der Hoehzoittänzer, B. No. 24 — 35.
1334. Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1525 in Deutsch:> I I < >_*, land thätig war. Bartsch P. gr. VIII. p, 537 kennt^TV /j\ von ihm nur zwei Copion nach II. S. Beham, der
Künstler hat aber auch Blätter von A. Dürer nach-gestochen. Wie viele Copisten, so erreichte auch erdas Vorbild nur in geringerem Grade, das Blatt No. 1etwa ausgenommen. Malpe II. No. 56 schreibt dasvierte Zeichen irrig dem Anton Fantuzzi da Tronto zu.
1) Die säugende Maria, gegenseitige Copie nach A. Dürer, B. No. 36.Sie sitzt auf der Basonbank, und hält das Kind im linken Arme, wel-chem sie die Brust reicht. Das Haupt umgibt eine Perlenschnur, undist mit dem Schleier bedeckt. Dicht am unteren Bande liegt der Steinmit dem dritten Zeichen, da wo sonst Dürer's Monogramm ist. DieZahl 155 soll wahrscheinlich 1525 bedeuten, da, auch das folgendeBlatt aus dieser Zeit stammt. II. 4 Z. 4 L. P.r. 2 Z. 9 L. — Helletkennt diese, und die folgende Copie nicht. Vgl. W. Sehern, Kunst-blatt 1830 S. 68. Letzterer beschreibt einen Abdruck, wo zu beidenSeiten in der Mitte ein Loch in der Platte sieh zeigt.
2) Die saugende Maria, gegenseitige Copie nach A. Dürer, B. No. 34.Sie sitzt mit dem Schleier auf dem Haupte auf einer Rasenbank, undreicht dem Binde die Brust. Die Bank ist mit einem hölzernen Ge-länder umgeben, und in Mitte des Blattes erbebt sich ein Baumstamm,woran im Originale ein Tafelchen mit der .Tahrzahl 1503 hängt. I' 1der Copie ist im Tftfelchen 1525, und links in halber Höhe siebt mandas zweite Zeichen. Bund, Durchmesser 2 Z. 9 L.
3) [B. No. 1.] Zwei Apostel, stehend nach rechts. Der eine hältein Messer, der andere ein Beil. Bechts oben das erste Zeichen mit1525. IT. 2 Z. 4 L. Br. 1 Z. 8 L. — Gegenseitige Copie nach IT. S.
Beham, B. No. 42.
4) St. Christoph mit dem Jesuskinde, im Wasser nach rechts schrei"t.ond. Er hält mit beiden Händen einen Baumstamm, und unten rechtsbemerkt, man das Zeichen. Copie nach Lucas von Lcyden, B. No. 199-II. 3 Z. Br. 1 Z. 1 L.
5) Eilf nackte Männer mit Schwertern und breiten Säbeln im Kampf"-Jener zur Linken vertbeidiget sieh mit, einem Baume, und rechts er-fasst ein Mann den anderen beim Kusse. Unten gegen rechts am Stein*