Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
563
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ASV—AT. Nr. 1329 — 1332. 563

grosse Blätter, welche in Ton gedruckt sind. Auf diesen Blättern stehtder Name des Künstlers.

1329. Albert von Soest, Bildhauer. Nach Brulliot I. No. 730 findet

q a rfy man das erste dieser Monogrammen auf alten Feder-7Tq r\$> Zeichnungen in der Weise dos Hans Burgkmair, derV y-i y genannte Schriftsteller hatte aher für den Träger des-selben keinen Namen. Wir haben wahrscheinlich den Meister durchdas zweite Zeichen entdeckt. Dieses gehört dem Bildhauer Albert vonSoest an, welcher sich aucn Albertus Suzatienus nannte. ImRath-hause zu Lüneburg sind Schnitzarbeiten von ihm, durch welche er sichals einen der trefflichsten Meister der Renaissance - Periode legitimirt.Nach den Jahrzahlen zu urtheilen, arbeitete Albert von Soest von1563 — 68 in Lüneburg.

Dieser Albert von Soest scheint der Sohn des bekannten Kupfer-stecheis Heinrich Aldegrever gewesen zu seyn. Letzterer liess sich 15322 » Soest nieder, und nannte sich selbst einen Soester. Der Kupfer-stecher Heinrich Aldegrever wird in verschiedenen älteren Werken eben-falls Albert genannt, weil ihn nämlich Sandrart Albert Aldcgraf nennt,und man anderwärts von einem Albert von Westphalcn weiss. Letzterer■st wahrscheinlich unser Bildhauer, und der Zeichner, dessen Mono-gramm Brulliot gibt. Das zweite Zeichen kommt auf Sculpturen vor.Werke dieser Art, so wie Ansichten von Gebäuden im Renaissance-Stylmacht gegenwärtig der Alterthumsvercin in Lüneburg bekannt. ImJahre 1854 erschien das zweite Heft, fol.

1330. Abraham Sybold, Maler von Bern, war um 1590—1620A f-i -r r^ thütig. Er malte historische Darstellungen in Oel

' A\ . ^-j. \/V. und auf Glas, doch scheinen die Werke dieser Art■*-^ *-* selten zu seyn. Dagegen findet man schöne Zeich-nungen , welche getuscht und leicht colorirt sind, besonders in dennackten Thcilen, wie es bei den Schweizer Künstlern häufig der Fall'st. Auch reiche architektonische Einfassungen liebte er. Die letzteren•Jahre seines Lebens hielt sich der Künstler in Chur auf.

Das obige Zeichen kommt auf Zeichnungen des Meisters vor, undvielleicht auch auf Gemälden.

1331. Antonio Salamanca, über dessen Thätigkeit wir oben unterA C v A. S. No. 1266 Nachricht gegeben haben, bezeichnete

• O. W. au f g 0 i c he Weise chalcographische Verlagsartikel. ManA S Y findet diese Initialen, welche „Antonius Salamanca Excu-" ' dit" bedeuten, auf mehreren Blättern nach Michel Angelo,besonders auf jenen nach dem jüngsten Gerichte. Ueber diese Werkenahen wir unter A. S. 1. c. gehandelt. Die Blätter mit dieser Adressesind von N. Beatrizet, Nie. de la Casa und J. Bonasone gestochen.

1332. Fingirtes Zeichen. Man findet es auf einer gegenseitigenCopie des Blattes von Martin Schön, welches dieVersuchung des hl. Antonius vorstellt, B. No. 47.Der Heilige wird von Teufeln in den scheusslichstenGestalten durch die Lüfte geführt. Unten links istdas Zeichen des Albrecht Dürer eingestochen, wäh-rend im Originale rechts jenes des M. Schön zu

sehen ist. Rechts brachte der Copist das gegebene Monogramm mitUer Jahrzahl 1530 an. H. 11 Z. 3 L. Br. 8 Z. 6 L.~ Der Copist, welchen Ileinecke, Neue Nachrichten von Künstlernv,' 433, füv alt hält, gehört wahrscheinlich dem 18. Jahrhundert an.** hatte die gegenseitige Copie von Raphacl de Mey zur Vorlage,