Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
560
Einzelbild herunterladen
 

560 ASO—AST. Nr. 1319 — 1323.

Schilden, und das gegebene Monogramm des A. Scheffer. Gemälde mitdem Zeichen können wir von ihm nicht nachweisen, es ist aher mög-lich, dass auch eines der gegebenen Monogrammen AS. auf ihn sichbeziehe. Das obige Zeichen gibt 0. Hecker im deutschen Kunst-blatt« 11. S. 105.

1319. Unbekannter Maler. Wir sahen zwei schöne Aquarell-Zeichnungen mit Ansichten alter Kirchen, welchemit «ler gegebenen Bezeichnung versehen sind.Der Maler scheint seinen Namen in ein Riithseleingekleidet zu haben, welches wir zur Zeit nicht

/62>0. lösen können.

1320. Christoph Angermayr? Dieses Zeichen findet man auf Elfen-

beinsculpturen, welche meistens biblische Darstellungen in Re-lief geben. Brulliot I. No. 678 macht auf den Bildhauer und[SP\> KlfenbeiiNirbeitcr Christoph Angermayr aufmerksam, welcherfür den Churiürsten Maximilian I. von Bayern arbeitete, und 1633 zuMünchen starb. Im k. Elfenbein - Cabinet zu München, und in dervon König Ludwig vereinigten Sammlung daselbst, sind Elfenbein-Reliefs von Angermayr, sie haben aber wenig Analogie mit den-jenigen Sculpturwerkon, welche obiges Zeichen tragen. Ein Kennerder Miniaturplastik versicherte uns, dass diese biblischen Reliefs vonAbondio herrühren, und dass „Abondio Sculpsit" zu lesen sei. DieserAbondio könnte aber nicht Eine Person seyn mit dem berühmten Me-dailleur Antonio Abondio. El müsste diese Alossandro Abondio ,jun.,der Wachsbossirer seyn, welcher in Diensten des Churfürsten Maxi-milian 1. stand. Unter AN. Ali. haben wir über die Künstler des Na-mens Abondio ausführliche Nachricht gegeben.

1321. Pietro Aquila, oder Adam Ghisi Mantuano? Im Cataloge des

/ j \ v Cabinet de Mr. V*** (Valois), welches Christ ordnete und/CyJ beschrieb, wird auf der Monograminentafel No. 7 dieses Zeicheni*'! dem Kupferstecher Adam Ghisi Mantuano zugeschrieben. Brul-liot T. No. 677 hält es für erfunden, da auf keinem Blatte des AdamGhisi ein derartiges Monogramm vorkommt. Wir glauben indessen ankein Falsum, wenn aber ein Kupferstich mit diesem Zeichen sich findet,so ist er nicht von Ghisi, sondern von Pietro Aquila, da sich dieserdes Monogramms AP. No. 1112 bediente, und auch das S hinzufügenkonnte, so dass „P. Aquila Sculpsit" zu lesen wäre.

1322. Assuerus van Londerseel, Maler und Kupferstecher 1 , be-

t^iiwrrus Tnntl prr dinntc si(:h ,läung cilie8 aus AL uml AVh.issuwirus l.ona. LXC. bcstel]Cn( i cll Monogramms, in obiger Weise

bezeichnet ist aber ein Kupferstich nach Abraham Bloemaert, welcherdas sitzende Jesuskind mit, der Weltkugel vorstellt, 4.

1323. Alexander Strähuber, Zeichner und Maler, wurde 1814 zuMondsee geboren, und in München zum Künstlerherangebildet. Er erfreute sich der Leitung desDirektott Julias von Schnorr, und die vielen schö-nen und geistreichen Compositioncn, welche durchden Eormschnitt und die Lithographie von ihmbekannt sind, liefern den schlagenden Beweis,dass er wie wenige der Richtung des genannten

Meisters zu folgen im Stande ist. Wir haben ihm im Künstler-LexiconXVII. S. 451 eine ausführliche Stelle gewidmet, und eine Anzahl vonWerken namhaft gemacht. Sie bestehen grösstentheils in Zeichnungen,