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1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
557
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ASKT. Nr. 1317. 557

1317. Rogerius a Sallce, IL h. Rogier van der Weyden? In der~5~~~a~\ Tl^t I —ii—t Sammlung des Herrn von■^ *Q I ^ H/ I ^ Lyversberg zuOöln Waren

mehrere Jahre acht Ge-mälde mit Darstellungenans der Leidensgeschichtedes Herrn, und sie befinden sich jetzt in der Sammlung des Land-Berichtsrathes Theodor Baumelster daselbst. In den Werken über Ma-lerei wird die L/yversberg'sche Passion häufig angezogen, da bei an»;

'"Ken Bildern auf den Meister derselben verwiesen wird. Zuletzt sollte•BCh ein Name für den Maler der Passion geschaffen werden, und manverfiel auf Israel Van Meckenen, ohne zn bedenken, dass die Kupfer-stiche dieses Meisters, und die mit einigem Rechte ihm zugeschriebenenGemälde, mit den Pas'sionsvorstellungen, und anderen, diesen analogenWerken gar Dicht stimmen. Auf den vorlrefllieben Gemälden diesesalten Meisters lindei man die Jahrzahlen 1403 und 1466, welche seineBlttthezeit bezeichnen. Kr war indessen noch 1488 thätig, indem manihm ein Epitaphgemaide mit dieser Jnhrznhl zuschreibt. Ks stammt ausder Wallrafischen Sammlung, und wird jetzt im Museum zu Cöln auf-bewahrt. Dieses Gemälde verriith bereits die abnehmende Kraft desMeisters, obgleich es noch immer viele Schönheiten bietet. Die beidenFliigelbilder sind erst 1494 und 1508 hinzugefügt worden, und rührenVOn einem anderen Künstler her, nur nicht von Israel van Meckenen,obgleich dieser Meisler noch 1502, und wohl noch später gearbeitethat. Passavant (Kunstreise &c, S. 416) schldss den Meisler Israel auchschon vor mehr als zwei Decennien von der Thoilnahme an der Lyvers-bergischen Passion aus, und nahm das Werk für einen bisher unbe-kannten altkölnischen Meister in Anspruch, «reichem demnach auch alleJene Gemälde angehören müsston, die in den Gallonen zu München,Berlin, Wien &c. dem Israel van Meckenen zugeschrieben werden.Merlo (Nachrichten von dem Leben und den Werken kölnischer Künstler8. 275) stellt sie im Artikel des J. v. Meckenen zusammen, aber ohnediesen Meister als Verfertiget anzuerkennen. In den betreffenden Ca-talogen der Gallerten wird er aber noch lange figuriren, da nur zu oft'l'e gründlichsten Nachweisungon unberücksiget bleiben, und* vielleichtdurch höheren Machtspruch es bleiben müssen.

Die Passions - Vorstellungen aus der Lyvorsbcrgischen Sammlung"ahmen die inneren Seiten zweier Flügel ein, welche wahrscheinlich( 'üi Schnitzwerk deckten. Auf den äusseren Seiten war die Anbetungder Könige dargestellt. Die Bilder sind folgende :

1) Dal Abendmahl, 2) die Gefangcnnehmung, 3) Christus vor Pi-latus, 4) die Verspottung und Dornenkrönung, 5) die Krcuztragung,") die Kreuzigung, 7) die Kreuzabnehmung, und 8) die Auferstehung.

Diese Vorstellungen sind auf Goldgrund gemalt, doch ist in ver-ständiger Weise Landschaft und Architektur angewendet. Der Malerhätte des Goldes lüglieb enthehren können, wie es auch auf mehrerenAnderen Gemälden desselben fehlt; er scheint aber in der Passion nochder Vorliebe für Goldvorziorungen Rechnung getragen zu haben, da sie''"eh nach der Hälfte des 15. Jahrhunderts herrschte. Die Gemälde''er Passion schliessen sich daher in dieser Hinsicht noch an die alte,Unter dein Kinilussc der Richtung des Jan van Eyck stehenden Schuleft u. Ueher der Thüro im Gemälde der Verspottung de* Heilandes stehendie Buchstaben A.S.k.T. mit, dem Wappen, wie oben gegeben. Letz-teres zeigt sich auch auf dem Bilde mit Christus vor Pilatus, und«ommt auch noch anderwärts vor. Auf der Streitaxt eines Soldaten