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554 ASF-ASG. Nr. 1310—1312.
einem alten deutschen Meister -an, wahrscheinlich einem der Rosen-thaler, welche im Franziskaner - Kloster zu Schwaz Malereien hinter-lassen haben, und 1520 nicht mehr am Leben waren. Ein Blatt mitdem Namen des Künstlers, welches aber ebenfalls an die ältere deutscheSchule erinnert, stellt den hl. Georg dar. Er tödtet den Drachen, undlinks kniet St. Agnes, während rechts in der Höhle ein Mönch sichzeigt. Im Rande steht: S. Georgius , und tiefer die Dedication an denAbt Benedikt des Stiftes St. Georgensberg. Unten ist der Name desStechers: Andreas Spängier sculpsü Schwaty MDCXXV11, 4. Diesesseltene Blatt ist wahrscheinlich nach einem Gemälde im Kloster Georgen-berg gestochen. Dieses Kloster brannte 1805 ab, wobei alle Malereienzu Gruude gingen. Man glaubte, dass Caspar Rosenthaler daselbst ge-malt habe, die Darstellung des hl. Georg stimmt jedoch nicht mit denMalereien desselben in Schwaz. Jedenfalls ist aber das Bild des hl.Georg von einem Meistor aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts.
1310. Adrian Schoonebeck (?) und A. Stech. Dieser Initialen lie-ft- r> diente sich ein holländischer Kupferstecher, welcher für' Buchhändler arbeitete. Nach einer gefälligen Mittheilungdes Hrn. J. A. Börner kommen die Anfangsbuchstaben seinesNamens auf zwei kleinen Blättern in einer Sedezausgabe des Pastorfido, Amsterdam 1654, vor. Brulliot IL No. 145 deutet die BuchstabenA. S. f. auf Adrian Schoonebeck, allein dieser Künstler arbeitete um 1696.
Die zweiten Initialen, fast in derselben Form, finden wir auf derTitelvignette der Descriplion du Chateau de Versailles. Paris, Vilette16117, 8. Dieses Blatt ist von einem unbekannten französischen Meister,wenn es nicht von Adrian Schoonebeck herrühret.
Aehnlicho Initialen, mit dem Beisatze : delin., findet man auch aufKupferstichen in den astronomischen Werken des Hevelius, Gcdani1690. Der Zeichner heisst A. Siech. Lambert Visscher stach nach ihmdas Bildniss des Astronomen.
1311- Giovanni Antonio Santarelli, Edelstcinschneider und Medail-in p leur, wurde 1769 in den Abruzzen geboren, und verdankte' seinem eigenen Talente, was er in der Kunst geleistet hatte.Seine geschnittenen Edelsteine sind von ausserordentlicher Schönheit,und die Bildnisse und Basreliefs in Wachs gehören zu den zartestenArbeiten dieser Art. Santarelli leistete aber auch als Medailleur Vorzüg-liches. Seine Bildnisse der Grossherzogin Elisa (Bonapartc) von Tos-cana, ihres Gemahls Felix, der Herzogin Marie Louise von Parma &"•sind meisterhaft gearbeitet. Auf etlichen Medaillen und Gemmen stehendie Initialen AS. F. Unter ersteren nennen wir das Bronzestück mitdem Bildnisse des C. Salicetti (Bon. Artium Patronus) mit Widmungan Girolamo Vasallo in Genua 1805.
Cav. Santarelli war Professor an der Akademie in Florenz, undstarb 1826.
1312. Der ungenannte Träger dieses Monogramms ist höchst wahr-7^* >ö? TS scheinlich jeuer Meister, welcher sich auch des oben.JT 0 '^»'^ No. 1231 erwähnten Zeichens AS. l!i(iO bediente.'5 6 8 /jTÖ7 Bartsch IX. p. 515 stellt desswegen beide Monogrammen
zusammen, ohne zu bemerken, dass die Blätter mit dem gegebenenZeichen radirt, und mit dem Stichel vollendet sind. Der Buchstabe Gwird demnach „Gradirt" bedeuten. Dass Paul Behaim den Meister AS-von Jö6(l Andreas Summer nenne, ist oben bereits bemerkt worden,es fragt sich aber, ob er vollen Glauben verdiene, da sich seine An-gaben nicht alle als richtig erweisen.