AS. Nr. 1295 — 1298. 551
felicemente regnanle (Pietro Leopoldo l'r. R.) dall' Vmilissimo Servo e Sud-dito Andrea Scacciali Fiorenlino, Incisore de' disegni suddetli. Fircnzei7(i(l, 1774. Die meisten Stiche sind von Scacciati, und mit dessenZeichen, grösser oder kleiner, versehen. St. Mulinari hatte dieses Werkvollendet, da Scacciati 1771 im 46. Jahre starb. Er fügte 1778 einendritten Band mit 50 Blättern, und 1782 eine vierte Abtheilung in20 Stichen bei. Diess ist das Florenzer Zeichnungswerk, von welchemdie beiden ersten Bünde vollständig mit dem Titel sehr selten vor-kommen. Dann stach Scacciati auch Blätter nach Etrurischen Vasen-Gemälden, welche in folgendem Werke von Gio. Bat. Passeri vorkommen:Piciurae Htruscorum in Vasculis. Romae i7(>'7. Auf einigen Blätternsteht das erste Monogramm, auf anderen sind die Buchstaben A. 8. f.
1295. August Seyffer, Zeichner und Kupferstecher, wurde 1774n /-) zu Lauffen am Neckar geboren, und in Stuttgart und
<JU. d . jZ- Wien herangebildet. In letzterer Stadt machte er sichzuerst durch eine Folge von sechs radirten Landschaften nach Zeich-nungen von M. Molitor bekannt, und hierauf gab er mehrere landschaft-liche Radirungen nach C. Lorrain heraus. Auf Blättern dieser Art, soWie auch auf solchen nach eigenen Zeichnungen findet man die Buch-staben A. S. Nach S. Schaffroth's Zeichnungen radirtc er eine Folgevon Blättern mit Abbildungen römischer Altcrthümcr in Baden. DieseBlätter sind ebenfalls mit A. S. bezeichnet, gr. 4. Seine grösseren Stichesind meistens in der Weise Woollet's behandelt.
A. Seyffer war Hofkupferstecher und Inspektor der Kupferstich-Sammlung zu Stuttgart, und starb daselbst 1845.
1296. Augustin de Saint- Aubin, Zeichner und Kupferstecher inParis, deutete gewöhnlich durch die Buchstaben A. S. A. seinenNamen an, es dürften ihm aber auch die Blätter mit den gege-benen Initialen angehören. Man findet sie auf schönen Vignetten imRecueil de medaüles de l'euples el de Villes. Paris 17(13, 4.
1297. Andreas Scheits, Maler und Radircr, war Schüler seinesVaters Mathias, arbeitete einige Zeit (um 1678) in Ham-burg, ging dann nach Holland, und wurde zuletzt Hofmaler
J\,S > . Je. ' n Hannover, wo er um 1700 starb. Scheits radirte meh-* rero Blätter, deren zwölf wir im Künstler-Lexicon XV.% 172 verzeichnet haben. Die meisten sind mit dem Namen des Künst-lers versehen, und von diesen bemerken wir daher nur, dass sie grösstenTheils zu den Seltenheiten gehören, wie der Satyr beim Bauer 1677,und der zerbrochene Krug 1678, beide nach M. Scheits radirt, qu. fol.Hieher gehören folgende Blätter:
1) Die Landschaft mit ruhenden Schaafen. Der Hirt geht mitseinem Weibe nach links hin, wo sich der Bock gegen einen Hundvertheidiget. Der Knabe schlägt mit dem Stocke nach dem Hunde.Unten links steht: A. S.fe., rechts: M.S.inv. (Mathias Scheits), qu. 8.
2} Der alte Bettler vom Tode überrascht, oder, nach der Fabelvom Köhler, welcher den Tod anruft, um ihm seine Last zu erleichtern.Der Greis sitzt links in der Nähe von hohen Bäumen, und rechts stehtder Tod mit einem grossen Pfeile. Ein Hündchen bellt ihn an. Linksunten : M. S. in., rechts : A. S. f. IL 3 Z. 3 Z. Br. 3 Z. 8 L.
1298. Andrea Scacciati fand oben unter dem Monogramme A S. f.\Ai n r ^°' * 29 * e ' ne RUS f un riicho Stelle, da er seine Zeichnungs-
'V^-> • Imitationen gewöhnlich mit dem Namenszeichen versah. Sel-tener kommen die Initialen vor. Ausserdem findet man sie auf Blät-tern, welche Etruskische Vasengemälde nachbilden. Sie machen einen
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