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1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
548
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548 AS. Nr. 1285 - 1288.

noch auf anderen Geprägcn. Man hielt sie für Arbeiten eines uns un-bekannten Aspaehcr und Stocker, und wollte den A. Schahel aus derGeschichte der Stempelschneidekunst streichen. Sein Name steht aberauf einer Medaille mit dem Bildnisse des Cardinal Prospero Colonna,und der Charitas im ltevcrs. Eine zweite Medaille mit Scbahol's Namenenthält das Bildniss des Cardinais Giuseppe Garampio, und denselbenRevers. Beide Denkmünzen gehören zu den hessten Produktionen ausder zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Wenn auf gleichzeitigen böhmischen Münzen und Medaillen dieInitialen A. S. vorkommen; so gehören sie dem Medailleur Anton Stchran, welcher um 1767 producirtc.

1285. A.Stadler, Medailleur, war in der ersten Hälfte des 17. Jahr-. g hunderts zu Augsburg thätig, und gehört zu den vorzüglichste?

• ' Künstlern seiner Zeit Von ihm ist die schöne ovale Medaillemit den Bildnissen und Wappen der Augsburger Septemviri IlieronyinusJmhof, Bernhard Bechlingcr, IL Walter, C. reutinger, D. Welser,J. Fugger und Ch. Ilsung. Dieses Schaustück ist mit A. S. bezeichnet,und wiegt in Gold 9% Dukaten.

1286. Adrian van Stalbent, Maler von Antwerpen, wurde 1580(~) geboren, kam 1609 als freier Meister in die St. Lukas-

A v J •(* Gilde, und war von 1618—19 Dekan derselben. Später^ #/ * Hess er sich in London nieder, fand daselbst reichen

Verdienst, und Starb endlich im Vntorlande als Greis von 82 .lahrcn.Stalbent malte Landschaften mit Architektur, biblischer und mytholo-gischer Staffage, so wie mit anderen Scenen, und mit Thieren. DieWerke seiner früheren Zeit sind unter dem Einflüsse des .1. Breughelentstanden, in den späteren vereiniget er die Vorzüge der niederlän-dischen Meister der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Auf einigenGemälden und Zeichnungen stehen die Initialen AS., seltener bildetman Werke mit dem zweiten Zeichen. Im Künstler - Loxicon XVII.S. 209 haben wir auch ein radirtes Blatt beschrieben, eine GebirgSfLandschaft mit der Ruine einer gothiseben Abtei und einer weidendenHeerde. Auf diesem sehr seltenen Blatte nennt sich der KünstlerA. v. Stalhant. Es scheint zweierlei Abdrücke zu geben, die einenmit dem Beisätze: [etil in aqua forla, die anderen mit dem richtigenWorte forli statt forta. II. 8 Z. Br. 12 Z. 1 L.

1287. August Franz Schelver, Genre- und Schlachtenmaler vonj ^. ^f Osnabrück, fand unter AFS. No. 578 eine

C, /) / 0 /j O ausführliche Stelle, und daher bemerken

yV £_/ . J\ \J , wir hier nur, dass sich die gegebenen Ini-" *-' ' " tialen auf lithographirten Blättern linden.

Sie gehören in II. A. Eckert'» Werk über die deutsche Bnndcsarmec,welchem Schelver hülfreich zur Seite stand. Auch auf Zeichnungendes Künstlers kommen die Initialen des Namens vor.

1288. A. Salm, oder van Salm? Diese Initialen gehören einem// y-j Landschafts- und Marinemaler an, welcher in der ersten

Ak V Hälfte des 17. Jahrhunderts gelebt hat. Wir sahen ein^ P* (*"* ' Gemälde mit denselben, worin der Künstler eine Bucht mitdrei Schiffen und ein naheliegendes Dorf mit Fischerhütten darstellte.Im Ganzen erinnert dieses Bild an Willem van de Velde, es weichtaber in so ferne von den Werken desselben ab, dass der Künstler aufeigenthümliche Weise mit dem Pinsel fast mehr zeichnete als malte.Eine derartige Manier ist dem wenig bekannten A. Salm eigen, vonwelchem man einige See- und Hafenansichten mit fern liegenden Dörfern