Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
547
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AS. Nr. 1281 — 1284. 547

1281. Unbekannter Kupferstecher der deutschen oder niederlän-

/ . _ _ i dischen Schule, welcher gegen Ende des 16. Jahrhunderts

LA'*/ thätig war. In der Geschichte der k. Kupferstich - Sammlung

zu Copcnhagen von B. von Rumohr und J. M. Thiele S. 33 werden

'olgende Blätter von ihm erwähnt:

1) Die Madonna mit dem Kinde auf Wolken von sechs Cherubimumgeben. Unten gegen rechts das Zeichen. II. 4 Z. IL. Br. 1 Z. 11 L.

2) König David kniend, mit der Krone auf dem Haupte, und imMantel. Links ihm zur Seite ist ein aufgeschlagenes Buch und dieCither, links unten das Zeichen. II. 4 Z. 1 L. Br. 1 Z. 11 L.

1282 Anton Schäffer, churpfälzischer Hofmedailleur, wurde 1722a c zu Düsseldorf geboren. Er war der fähigste Künstler dieses

• Namens, und kam dem berühmten Schega näher als ein anderer.Mit Ä. S. bezeichnet sind einige pfälzische Thaler, und auch Medaillen.Unter den ersteren nennen wir besonders jenen mit dem Bildnissedes Churfürstcn Carl Theodor zum Andenken an die WildbergischeSilberausbeutc 1753. Eine Medaille mit dem Bildnisse des Churfürstcnvon 1763 ist auf die Stiftung und Einweihung der Akademie derWissenschaften in Mannheim geprägt: PHOEBI RHENI NECCARICONIVNCTIO FELIX. Auch ein akademischer Jeton mit dem Bild-nisse und dem Janus &c. kommt vor. Dann schnitt Schäffer auch dieStempel zu den schönen Convcntionsthalorn von 1764, 65 und 67, zuder Preismedaille der Maler-Akademie mit den drei Grazien 1769, zuder Medaille auf die der Akademie 1773 zugeflossenen neuen Begün-stigungen , zu jener mit den Bildnissen des Churfürstcn Carl TheodorUnd seiner Gemahlin Elisabetha Augusta, zu dem schönen Rheingold-Uukaten mit dem Brustbildo des Churfürstcn von 1764 u. s. w.Schäffer hatte auch Theil an der von seinem Vater Wygand begonnenenFolge von Medaillen auf 35 Churfürsten von der Pfalz, worunter aberwenige mit A. S. bezeichnet sind, während die oben genannten Ge-präge meistens die Buchstaben A. S. enthalten. Die sogenannte Schäf-t'er'scho Medaillen-Suite beschreibt Exter I. p. 629 ff. Dass Schäffer"och in seinem hohen Alter eine sichere und kräftige Hand besass,beweiset der schöne Vicariatsthaler mit dem Bildnisse des genanntenChurfürstcn und dem Reichsadler von 1792.

Auf anderen Geprägcn des Künstlers steht ein Monogramm, undauch der Buchstabe & allein. Vgl. No. 1248.

1283. Antonio Selvi, Medailleur von Venedig, war Schüler des^ t c Massimiliano Soldani, und hinterlicss viele Reliefwerke, worin

" er seinen Meister übertraf, aber ohne selbst von der manieristi-Schen Richtung seiner Zeit fern zu stehen. Man hat von ihm Medaillenm jt den Bildnissen des Giuseppe M. S. Bertini, Antonio Cocchi, ConteGiuseppe Prosporo Ginaui, Galileo Galilei, Gio. Batista Fogioli, MarcAntonio Mozzi, Conte Lor. Magalotti, Manfredo Malaspina &c. Aufuiehrereu Schaumünzen stehen die Buchstaben A. S. Dieselben findetni *n auch auf einem grossen, gegossenen Medaillon zu Ehren des Car-■Ueliter Predigers Pater Marcus a saneto Francisco von 1748. Mazzu-Onelll 199. No. 1. Mit A. S. bezeichnet ist auch der vier Zoll grossetr offliehc Medaillon mit dem Bildnisse Buonarotti's. Im Revers sinddie allegorischen Figuren der Malerei, Plastik und Architektur. —Antonio Selvi starb um 1755.

1284. A. Schabet war um 1768 Münzgraveur in Venedig. Die^_ § Buchstaben A. S. findet man auf einem seltenen Conventionsthaler

' mit dem Bildnisse der Kaiserin Maria Theresia (1768), und auch