AS. No. 1274 — 1277. 545
1274. Alessandro Sala, Maler und Kupferstecher von Brescia, wari c in der ersten Hallte des 19. Jahrhunderts thittig. Er zeich-
«• A. nete verschiedene Gemälde alter Meister, und stach sie, (sp im Umrisse. Eine Folge von 26, theils mit A. S. bezeich-<Sw<_/. neter Blätter erschien unter folgendem Titel: Collezione de(juadri scelli di Brescia, disegnale incisi ed illustrali da A. S.Brescia tun , fol. Jedes dieser Blätter ist einem italienischen Künst-ler, oder einem Kunstfreunde dedicirt. Ein neueres Werk ist betitelt:l'illure ed altri ogyetli di belle arli in Brescia, con pianta di A. S.Brescia IBM, 8.'
1275. Aart Schouman, Zeichner und Maler, wurde 1710 in Dort-A rv recht geboren, und von Adrian van der Burgh unterrichtet.
-*j-.<0. ]<;,. lebte vom sochsundzwanzigsten Jahre an bis an seinem1792 erfolgten Tod im Haag, und galt als Muster des Eleisscs. Dievon ihm gemalten Bildnisse sind zahlreich, und von besonderer Aehn-lichkeit. J. Houbracken hat einige in Kupfer gestochen. Dann malteer auch prächtige Tapeten ; besonderen Ruhm erwarben ihm aber seineGemälde mit Vögeln und anderem Geflügel, welche er meisterhaft inOcl und Aquarell darstellte. Auf Zeichnungen und kleineren Gemäldendieser Art findet man zuweilen die Initialen A. S. Dann hinterliessSchouman auch eine Anzahl meisterhafter Zeichnungen nach Gemäldenvon P. Potter, van Huysum, A. Cuyp, A. und W. van de Velde, Rem-brandt, G. Dow, J. Stecn, K. du Jardin &c. Solche Copien gingen aufder Auktion des Cabincts des berühmten Ploos van Amstel zu 50 —120 Gulden weg.
Schouman gravirte ferner mit Diamant in Krystall, radirte einigeBlätter in Kupfer, und lieferte treffliche Stiche in schwarzer Manier.EBf solcher Blattei' haben wir im Künstler - Lexicon XV. S. 522 ver-zeichnet. Als grosse Seltenheit fügen wir hier ein weiteres Blatt nachSchalken bei. Es stellt ein Mädchen im Hemde vor, wie es im Spiegeldie nackte Brust betrachtet, 4. Aeusserst selten sind die AbdrückeWt A. 8, 1768. Die wenigen anderen Exemplare haben den Namenl 'es Künstlers. A. S. llB'l steht auf einem schön radirton Blatte, wel-ches einen Pferdekopf nach Paul Pottcr vorstellt, und ein zweites miteinem Kuhkopfe zum Gegenstücke hat, B. No. 16. Diese BlättchenS| iul bis zur Täuschung dem Potter nachgeahmt. Ucbcr ein anderesBlatt mit einem Pferde in halbem Leibe s. R. Weigel Supplements auPointrc-gravour I. p. 8.
1276. Adolph Schmitt, Maler, machte seine Studien an der Aka-A c demie in München, und widmete sich dem Genrefache. Die
-'iO • gegebenen Initialen stehen auf einem Gemälde von 1854, wel-ches eine Dorfschmiede vorstellt, vor welcher ein Reiter Halt macht,l'abei ist auch ein Weib, und ein Knabe. Der junge Künstler scheintden Ph. Wouverman im Auge gehabt zu haben.
1277. Adam Silo, Marinemaler und Radircr, wurde 1670 zu Amster-A er dam geboren, und widmete sich als junger Mann der Mechanik.
Z~' Dabei sprach ihn auch die Musik besonders an, und eine vonihm gefertigte Geige wurde nach der Hand für Crcmoneser Fabrikatgenommen. Später verlegte er sich auf die Schiffsbaukunst, worin erdem Czar Peter dem Grosseiv Anleitung gab. Fahrzeuge zeichnete Silovon jeher mit grosser Genauigkeit, und es wurde ihm auch nicht schwer,Seestücke in Oel zu malen. Der Czar von Rnssland erwarb von ihmetliche Gemälde mit Seeschlachten und Seestürmen. In der Sammlungdes Direktors Wilhelm Tischbein zu Eutin waren bis 1838 zwei Gc-