Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
541
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AS. Nr. 1262—1265. 541

Hand zu leisten, zumal dieser selbst der Aufgabe gewachsen war. DieInitialen A. 8. könnten daher „Anno Salutis" bedeuten , eine Formel,die vor der Jahrzahl nicht ungewöhnlich ist. Indessen wollen wir den-jenigen, welche das Gemälde als gemeinschaftliche Arbeit des Andreaund Francia Bigio nehmen wollen, nicht entgegen treten. So viel ist;aber gewiss, dass A. del Sarto's gewöhnliches Zeichen aus A V. , oderaus zwei in einander gestellten A besteht, und „Andrea d'Agnolo" be-deute. — Francia Bigio starb 1524.

1262. Adrian Schoonebeck, Maler und Kupferstecher, arbeiteteAS X < r m *hrBre Jahre in Amsterdam, und begab sich dann

n. O. f A. o. j. nach Moskau, wo er 1714 starb. Schoonebeck ra-y^ e t> /• dirte eine grosso Anzahl von Blattern in der Weise' ' " '" dos R. de Hooghe, war aber kein streng geübterZeichner. Wir haben im Künstler-Lexicon XV. S. 196 eine ziemlicheAnzahl von Blättern verzeichnet, und darunter auch das Werk: Hi-storie en Afbeeldina van alle Mddcrlijke - m Krijf/xorilers. Amsterdam'007, 8. Dicss ist die zweite Auflage. Die erste hat folgenden Titel:Courle et solide histoire de la fondation des orilres religieux, 74 Blätter.Amsterdam Kllltl. In Moskau besorgte er von diesem Ordenswerke eineAusgabe mit russischem Text. Eine Sammlung von 53 Costümblätternbildet man auch in der Geographie universelle von N. de Fer, unter deinl'itel: Forces d'Europe, qu. fol. Auf mehreren Blättern dieses Meisters•tehen die initialen des Namens, noch öfter fügte er aber den Namen"ei. Zu seinen Hauptwerken gehören unstreitig die Blätter in schwarzerManier, welche zu den Erstlingen dieser Kunst, zu zählen sind. MitAS. gezeichnet ist ein Blatt nach dem Gemälde des 1'. I 1 . Bubens,welches sich in der abgebrannten Jesuiten-Kirche zu Antwerpen befand.Fs stellt den hl. Ignaz von Loyola in ganzer Figur dar, fol. Basankannte dieses seltene Blatt nicht. Sehr gut behandelt ist sein Reiter-Üildniss Leopold I., fol.

1263. Signatur eines Schreibkunstlers, welche sich in Mitte des4 a c Titels des „Thcsnuro De Scrittore von Ugo daCarpi"

A **• ^' , findet. Auf dieses Werk machen wir unter dem WorteOVOO aufmerksam, und daher sei hier nur kurz angedeutet, dass dieInitialen A. S. wahrscheinlich auf Angelo von Modena sich beziehen.Man dürfte daher „Angelas Seripsit" lesen. Rechts und links der Sig-natur ist, nämlich eine Hand In Holz geschnitten. Die eine Hand gibtjS* Grösse des A an, die andere schreibt, das S. Das höchst selteneBuch hat die .Inhrzahl 1030.

1264. Anton Santvoort? Unter diesen Initialen deutete ein hol-

AO IRKI ländischcr Meister seinen Namen an. In der Gal-.• O. ■L'J's-l. ] ( ,,.j e zu Schwerin sind zwei schöne Bilder vonseiner Hand, eine sitzende alte Frau, und ein dicker sitzender Mann.

Auf Anna Maria Scburman darf man die Buchstaben in keinem'alle deuten. Auch Anton Sallaert kann der Verfertiger nicht soyn,da er 1651 nicht mehr am Leben war. Mit grösserer Wahrscheinlich-keit könnte man die Bilder dem Anton Santvoort zuschreiben, wenn3 io an die Weise des Rembrandl, erinnern. Santvoort malte Bildnisse"nd Landschaften, und war um 1640 — 60 thätig.

1265. Abraham Suzenier, Maler von Dortrecht, ist durch treff-A O n liehe Stillleben bekannt Nach einer gefälligen Mitthcil-

**. >3. J - ung findet man diese Signatur auf einem meisterhaften

Iß/17 Gemälde, welches Früchte in einer silbernen Schaale zeigt.

"'*' Von Suzenier rühmt man namentlich, dass er Silberzeug