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AND. SAH. kommt aber auf ächten Mildern vor, und somit könnte auchA. s. sich auf A. de] Sarto beziehen.
Es ist aber noch zu btiaterJwa, dass die Madonna von 1509 dasälteste der bis jetzt bekannten Gemälde dieses Meisters wäre. A. Rcu-mont, der gründlichste Biograph des Meisters, geht indessen nicht dar-auf ein; er fand Oberhaupt die früheste Thfttigkeit des Künstlers erstgegen 1511 begründet. Das liild von ISO!) gilt aber in Rom als Werkdes Andrea dcl Sarto. Der Kenner wird jedoch die Bilder mit A. S.nicht sogleich für Andrea del Sarto hinnehmen. Mit A. S. könntenauch Andrea Solario und Andrea Salai oder Salaino gezeichnet haben.Andrea Sguazella gehört zu den gleichzeitigen Nachahmern des Meisters,er ist aber viel schwächer.
1261. Andrea del Sarto (?) und Francia Bigio. Die k. Gallerie in
Ap -|—, —^ Dresden bewahrt ein Gemälde,
. h. MDXXIII. r . O. a'if welchem mehrere Scencn ausdem Leben David's dargestelltsind. Sie gehen in Gebäuden mit durch Säulen gestützten Vorhallenvor. Rechts ist der Palast des Königs, links das Haus des Urias. Davidsteht auf der Terasse, und blickt schräg in den Hofraum des Nachbars,wo Bathseba mit ihren Frauen badet. Zwischen den Häusern durchsieht man hinten die Belagerung von Rabba durch Joab. Im zweitenVorgrunde rechts empfängt der König den vom Pferde gestiegenen undvor ihm knicenden Urias, im Mittelgründe sitzt er mit Urias zu Tische,und endlich sieht man letzteren mit dem Hofgesinde auf einem Ge-länder vor dem Paläste schlafen. Auf diesem Milde ist Alles mit einerbewunderungswürdigen Sorgfalt ausgeführt, Alles lebt, und jede Grupperundet sich zu einem anmuthigen Ganzen. Die grössto Abwechslungherrscht besonders in der Gruppe der badenden P'rauen, deren Köpfevon hoher Anmuth sind. Die Zeichnung ist im Allgemeinen correktund schön. Dieses Gemälde hat obige Aufschrift, und ist 6 F. 2 Z.hoch, und 3 F. 1 Z. breit.
Von diesem Bilde spricht Vasari im Leben des Francia Bigio, abernur oberflächlich. Doch bemerkt er, dass es dem Francia, welcher inkleinen Figuren sich noch mehr auszeichne, als in grossen, vielenRuhm erworben habe. Nur mit der zu gelockten und saftigen Manierin der Darstellung der Frauen war er nicht ganz zufrieden. Ursprüng-lich hesass dieses Gemälde Giovanni Maria Benintendi zu Florenz, eswar aber vermuthlich schon zu Vasari's Zeit in anderen Händen. AufF. Bigio beziehen sich die Buchstaben F. II., und die Initialen A. S. werdenauf Andrea del Sarto gedeutet, da letzterer zu Francia in freundschaft-licher Verbindung stand. Allein es bleibt immerhin zweifelhaft, ob A.S.die Theilnahmo dcl Sarto's an dem genannten Gemälde andeute. An-drea malte 1523 zwei Bilder aus dein Leben des Joseph, dem SohneJakobs, welche mit anderen Gemälden des Jacopo da Pontormo, Fran-cesco Granacci und Bachiacca die Mittelstücke einer Bettlade und derMcubel schmückten, welche Salvi Borgherini für die Braut seines Sohnesbestellte. Vasari hatte Kunde von dieser Decoration, und erzählt imLeben Pontormo's ausführlich, dass noch zu Lebzeiten del Sarto's Gio.Bat. della Palla die Bilder nach Frankreich verkaufen wollte, wie aberBorghcriui's Gattin Mnrgaretha den della Palla mit seinen Leuten ausdem Hause gejagt habe. A. del Sarto's Darstellungen haben eine Mengekleiner Figuren, welche höchst fleissig vollendet sind. Da er aber imJahre 1523, jedenfalls 1524, auch an die Fortsetzung der Frescogcmäldeim Vorhofe des Servitcnklosters sich gemacht haben muss, so dürfteer es nicht für nöthig gefunden haben, dem Francia Bigio hülfreiche