520 ARVS—AS. Nr. 1215-1218. .
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1215. Unbekannter Miniaturmaler. Christ sagt in seinem Mono-gramnienbuche S. 106, dass dieses Zeichen auf „kleiner Minia-tur" stehe. Der genannte Schriftsteller sah also ein Werk dieser
& Art, er kennt aber den Namen des Malers nicht. Auch dessen* Lebenszeit ist unbekannt, den Zügen des Monogrammes nachzu urtheilen, gehört der Künstler dem 17. Jahrhunderte an.
1216. Adam Rudolph Werner, Medailleur, war Schüler seines Va-K 11 W ters ' un d h attc den Ruf eines geschickten Künstlers. Es
finden sich Medaillen und Münzen von seiner Hand, aufwelchen die Bildnisse von ihm herrühren. Die Darstellungen der Re-verse sind meistens von P. P. Werner, oder von Oexlein. Die InitialenA. li W. findet man neben andern auf einem schönen Medaillon mitdem Bildnisse des Herzogs Carl Eugen von Württemberg von 4773.Auf dem Revers lüftet die porsonificirte Natur den Schleier einer weib-lichen Büste, und unten sind verschiedene Thiere. Dasselbe Bildnisskommt auch auf einer schönen Medaille von 4775 vor. Im Reverssitzt eine Frauensperson mit Scepter und Buch: Olim Armis Nunc Le-gibus. Diese Medaille wiegt in Silber 6% Loth. Eben so schön istauch die Medaille mit dem Bildnisse des Freiherrn Georg von Hagen4742. so wie der Conventionsthaler mit dem Bildnisse des NürnbergerBurggrafen Fürsten Joseph Wilhelm von Hohenzollern mit dessen Wappen47«.'J. — Werner war Hofmcdailleur in Stuttgart, und starb daselbst 1786.
1217. Unbekannter italienischer Kupferstecher, welcher in der/n.ty zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts lebte. Wir schliessen
■F&üZ* . dieses aus dem Bildnisse des Papstes Sixtus V., welcher1580 den hl. Stuhl bestieg. Der Meister AH. Z. stach mehrere Bild-nisse von Päpsten, welche aber im ersten Drucke kein Monogrammtragen. Wenigstens sind einige ohne Zeichen, und zwar in den kräf-tigsten Exemplaren. Die zweiten Abdrücke wären demnach jene mitdem Monogramme, welches nicht allein durch Punkte, soudern auch sogetrennt ist: < AK» Z >. In diesem Zustande ist im Rande eine ZeileText, welche sich auf die Wahl des jeweiligen Papstes bezieht. Imletzten Drucke ist noch eine zweite Zeile beigefügt. Exemplare dieserArt sind nummerirt, und gehören daher zu einer grossen Folge vonPortruitcn, da z. B. das Bildniss des Papstes Sixtus V. mit No. 231versehen ist. H. 8 Z. 7 — 9 L. Br. 5 Z. 11 L. — 6 Z. 1 L. Dieganze Folge ist von unserm Monogrammisten kaum gestochen. Fol-gende Bildnisse gehören ihm an:
1) Clelvs pri. pont. max. romanvs. 9) Celesllno V. pont. max. [In der
2) Kvaiitvs pri. pont. max. ebveo —. Folge No. 194.]
3) Iflarrelvs I. pont. max. romanvs. 10) Benedlctvs XI. pont. max. [I"
4) Llberivs I. pont, max. roman' 1 . der Folge No. 196.]
5) Marcvs I. pont. max. roman". 11) CIciikmis VI. pont. max. gallvs.
6) Piintiativs I. pont. max. ro- [In der Folge No. 200.]
manvs. 12) Vrbano V. pont. max. [In der
7) Sllvestrvs I. pont. max. sc. Folge No. 202.]
8) Bonlfäclvs VIII. pont. max. [In 13) Slxtvs V. pont. max. [In der
der Folge No. 195.] Folge No. 231.]
1218. Erhard Schlitzoc, Maler und Formschneider von Strassburg,f~ i ist der Träger dieses von Brulliot I. No. 723 W"
0 £_£-/ ° f $"2*0 gebenen Zeichens, welches er unter AS rnbricirt,
V_^^~ weil nämlich diejenigen, denen die alte gothisirende
/7v •A*< r 4^+ Form des E nicht bekannt ist, die Buchstabon AS
V3A/ ° ' J 0 vermuthon könnten. Man deutet das Monogramm