518 ARFKL —ARS. Nr. 1208 — 1212.
1208. John Franklin, Zeichner und Maler in London, gehört zuden ronomirtcn Meistern der modernen englischen Schule.Er malt historische Darstellungen und Genrebilder. Dasgegehene Zeichen, aber nur 3'/ 2 L. breit, und in ein altgeformtes Schild gesetzt, findet man auf Vignetten und
Itandvcrziorungon, Welche für folgendes Werk in Holz geschnitten wurden:Bool^of british Ballads, ediled b\j 8. C. Hall. London 1IIV2, 4. DasMonogramm enthält den Namen des /eichners, welcher aber in diesenIllustrationen wie ein Dilettant verfuhr. Mr. Hall widmete das Buchdem Könige Ludwig von Bayern, es stellt jedoch die von E. Neurcuther,und den Düsseldorfer Künstlern illustrirten Werke dieser Art nicht inden Schatten. Auf einer höheren Stufe steht Franklin in folgendemWerke: l'arables of our Lord, illuslraled by John Franklin. 12 Blattei',gestochen von P. Lightfoot, W. II. Watt, A. Blanchard, F. Joubert,E. Goodall und II. Nusser. London 1851, fol. Der rothgedruckte Textist von Becker gestochen.
1209. Unbekannter Rupferstecher, welcher in der früheren Zeiti=Jpü=. des 16. Jahrhunderts lebte. Ein Blatt mit diesem Zeichen
r\ rr M stellt die hl. Jungfrau in jüdischem Kopfputze, und dieX~\SX± I Apostel am Pfingstfeste, oder die Ausgiessung des hl. Geistesvor. Wir haben durch Herrn Professor Massmann Kunde von diesemseltenen Quartblatte. Die Bezeichnung ist vielleicht nicht jene einesKünstlers, sondern bedeutet MARIA. Der Querstrich über den Buch-staben lässt eine Abbreviatur vermuthen.
1210. Arnold van Westerhout, Zeichner, Maler und Kupferstecher,
ArnnMn V IV C> \ w,mlc 16(iG zu Antwerpen geboren, übte
junoiao r. tr. je. guim , Kuns) in pi orenZ) und i iea8 gic h
Arnohlus van W. formis.f um 1700 in Rom nieder, wo er eineÄrnnldua V W formt« Kunsthandlung gründete. Man findet vieleAlllOMUS v. n. jormis j Bfttter mit seinem Kamen, und eine nichtunbedeutende Anzahl ist wie oben bezeichnet. Darunter sind auch Ab-drücke von älteren Platten, welche aber mit Westcrhout's Adresse zuden späteren gehören. Im Künstler - Lexicon XXI. S. 334 haben wir54 Blätter verzeichnet. Dieser Künstler starb in Rom 1725.
1211. A. R. Paton, Zeichnerin, und Schwester des Malers John. „ « Noel Paton in London, gehört mit diesem zu den geschick-
/\ • I\ • r• tosten jetzt lebenden englischen Künstlern. Im Art-Journal1850 p. 30!) ist nach ihrer Zeichnung das Bildniss des schottischenMalers 1). O. Hill von 0. K. Childs in Holz geschnitten. Dieses Blattträgt obige Initialen mit di r Jahrzahl IHM). Es finden sich wahr-scheinlich noch andere Blätter mit den Initialen ihres Namens.
Von 3. N. Paton kennen wir folgendes Werk: Compositions fromShelleys Prometheus. 13 plules, ivilh exlracts. London 4044, 4.
1212. Rafael Sciaminossi, Kupferstecher von Florenz, dürfte ders Träger dieses Zeichens seyn, obgleich er sich gewöhnlich eines
ffi- aus IIAS bestehenden Monogramms bedient hat. Man findet das-selbe auf Blättern mit Darstellungen aus dem Leben der Margaretbavon üesterreich in Altovito's Werk: Fsseqnie della — Maeslä dl Mar-charitla d'Austria. In Firenze. 1012, fol. Dieses Werk enthält auchBl&tter von Antonio Tomposta und Jakob Callot. Dem R. Sciaminossilegt Bartsch im Artikel über Tempesta die mit dem Monogramme /M- s 'bezeichneten Blätter hei.