Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
511
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AE. Nr. 1177—1179. 511

Ausgabe von 1060 die Rode seyn, da Heinrich IV. 1610 starb. Demgenannton Schriftsteller war der Stecher unbekannt.

1177. Alfonso Ruspagiari? Dieses Zeichen deutet einen Medailleurin an, welcher im 16. Jahrhunderte in Italien thätig war. Man ver-

• dankt ihm das Bildniss des Asdrubale Bambasi, ein Werk inBronze von schöner Vollendung. Der Medaillon hat keinen verziertenRevers, auf der Vorderseite nur einfach das geharnischte Brustbild mitdem Namen. Am Arme ist das Zeichen des Medailleurs. Abgebildetbei Ilauschild 34.

Der Verfertiger ist vielleicht Alfonso Ruspagiari, welchem wir muth-uiasslich auch eine Medaille mit einem weiblichen Bildnisse zugeschrie-ben haben, da sie mit den Buchstaben yl/f.bczeichuet ist. Vgl. No. 1195.

1178. A. Roulliere, Formschneider, war um 1650 in Paris thätig.jj In folgendem Werke sind Vignetten mit seinem Zeichen: Tableaua

•"^ du lemple des Muses, tirez du cabinet de feu Mr. Favareau pur M.de Marolles —. Paris 1068, fol.

1179. August Riedel, Maler, wurde 1800 zu Baireuth geboren,ttn _. und begann seine künstlerische Laufbahn auf derj 1J vtJ Akademie in München. Damals stand Peter vonI V\ /i\ Langer am Ruder, und es wurde vorzugsweise der

X I c/ J. \ historischen und kirchlichen Richtung gehuldiget.>— ^—^ Desswegen gehören auch Riedel's früheste Bilder

derselben an, sie tragen aber so wenig das Gepräge der Schule, dasssich der Künstler nach seiner 1823 erfolgten Ankunft in Rom desselbensehr bald gänzlich entäusserte. Statt Langer'schen Heiligen und Ma-donnen malte er jetzt schöne Frauen in der malerischen Tracht Ita-liens , und andere Scenen aus dem Lehen des Volkes jenes Landes,welches der Künstler noch immer als seine Heimath betrachtet. Wirl'aben im Künstler-Lexicon XIII. S. 151 ff. eine Anzahl seiner reizendenSchöpfungen namhaft gemacht, und einige Lithographien nach solchenaufgezählt. Die Zahl seiner Werke hat sich aber seit dem Erscheinendes betreffenden Bandes des Lcxicons (1843) bedeutend vermehrt, undRiedel hat während dieser Zeit mehrere Triumphe gefeiert, da seineBilder unübertrefflich in Kraft, Klarheit und Harmonie der Farbe, undvon vollendeter Durchführung sind. Bewunderung erregte seine Sakun-tala, jetzt in der Galloric des Baron von Lotzbcck zu Weyhern beiAugsburg, welche durch den grossen Stich F. Wagncr's in weitem Kreisebekannt ist. Leider kann das treffliche Blatt nicht jene Farbenprachtbieten, welche dem Gemälde einen wunderbaren Reiz verleiht. Vonlast gleicher Schönheit ist auch die Victoria aus Albano, welche KönigLudwig in der neuen Pinakothek zu München zur Anschauung gab,wo sich jetzt auch die Judith befindet. Beide Meisterwerke sind durchLithographien bekannt, als licsi.andlhoile der Sammlung lithographirterAbbildungen der vorzüglichsten Gemälde neuerer Meister aus der Privat-«alleno ^ os Königs Ludwig I. Die Albancserin kam 1845 dazu. Eineder lieblichsten Erscheinungen ist auch das badende Mädchen, welchesseit 1845 durch das grosse Sclubkunstblatt von C. Allais bekannt ist.Riedel hat zu wiederholten Malen Gelegenheit gefunden, weiblieheSchönheiten in puris naturalibus zu malen. Ein anderes treffliches Bildj, st jenes der Neapolitanern] am Meeresstrande, welches C.Mittag 1845' f ir den schlesischen Kunstverein in gr. 00. fol. lithographirte. Das BildJGr Neapolitanern! im Besitze des Herrn Brentano-Laroche wurde schon1836 von II. Sagert für den frankfurter Kunstverein in Aquatinta ge-stochen. Derselbe Verein bestimmte 1848 auch den Mezzotinto - Stich