Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
509
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AR. Nr. 1170-1172. 509

Im Jahre 1849 wählte der Kunstvorein für die Rhcinlande ein hi-storisches Bild des A. Rethel zur Nachbildung für seine Mitglieder.Dieses Blatt hat F. Keller in Düsseldorf gestochen, gr. qu. fol. —Frühere Blätter nach A. Rethel sind im Künstlor-Lexicon verzeichnet.

A. Rethel hat auch einige Blätter radirt.

1) Jakob erblickt den blutigen Rock seines Sohnes Joseph. Mitdem vierten /eichen. II. 10 Z. 10 L. Br. 11 Z. 7 L. — Dieses Blattist ein Bestandtheil des Düsseldorfer Album deutscher Künstler. Düssel-dorf, ,T. Buddeus 1840, fol.

2) Das Rolandslied, nach Turpin's Chronik von F. Schlegel, 4. —Man findet diese Radirung in dem Werke: Lieder und Wider, 2. Band.Deutsche Dichtungen mit llandzoichuungcn, 1. Band. Düsseldorf, J.Buddeus 1843, gr. 4.

3) Das weisse Reh, 4. — Dieses Blatt ist in dem Werke: Liedereines Malers (R. Reinick) mit Randzeichnungen seiner Freunde. Düssel-dorf, J. Buddeus, gr. 4.

1170. Unbekannter Künstler, welcher um die Mitte des 17. Jahr-if% hundert! an der Fayance-Mannfaktur in Dclft thätig war, ent-

fj4L weder als Maler, oder als Modellircr. Man linde! sein /eichenw\ "\ auf Geschirren und anderen Arbeiten in Fayanco, welche»— von Antiquitäten - Sammlern gesucht werden. Das gegebene^» Zeichen bestimmt wenigstens den Ort, und die Zeit der Ent-stehung dieser Fabrikate. Die Manufaktur war in grosser Blüthe, undheschäftigte viele Künstler. Brongnart gibt in seinem Tratte des arlsceramiques die Abbildung von 19 Fabrikzeichen.

1171. Stempel eines alten Kunstsammlers. Man findet diesesTD Zeichen, aber viel grösser, auf einem Blatte im Cabinct zu Wien.

-*TV Es stellt die hl. Jungfrau in halber Figur dar, wie sie das nackteJesuskind anbetet. H. 7 Z. 5 L. Br. 5 Z. 9 L.

Dieser Stich ist von Bcnedetto Montagna (B. No. 7), und kommt'"> späteren Drucke auch mit dem Namen IOAN • BX vor.

1172. Augustin Raphun? Auf das erste dieser Zeichen macht zu-T ^ T r» crst Christ in seinem Monogrammen-

* «»^ Buche S. 105 aufmerksam, und nach

ihm bildeten es Heller S. 35, undirulliot 1. No. 695 nach, ohne überden Meister Auskunft geben zu kön-nen. Christ sagt, man finde es auf Kupferstichen in der Weise A. I)ü-r er's, und er scheint deren gesehen zu haben, wenn ihm die Nachrichtnicht von zweiter Hand als bestimmt zugekommen ist. Brulliot be-hauptet, nie ein Blatt mit diesem Monogramm gesehen zu haben, undStaubt vielmehr, Christ habe jenen Meister im Sinne gehabt, welcherB, ch zur Bezeichnung seiner Blätter eines aus NAR bestehenden Mono-gramms bediente. Allein dieser Künstler gehört der Richtung des Ber-" ;ll 'd van Orloy an, und ist daher wahrscheinlich holländischen Ursprungs.Unser Monogrammist stammt aber aus der deutschen Schule. Nach dergefälligen Mittheilung eines Kunstfreundes findet man von ihm ein inDflrer's Weise gestochenes Blatt, welches eine bekleidete und sitzende««Mache Jungfrau vorstellt. Dieses Blatt ist mit dem ersten Mono-Ki'ainnie versehen, welches aber kleiner gezeichnet seyn soll, als bei Christ.Aul das Monogramm mit 1610 führt uns ausser Christ auch Orlandim seinem Abecedario pittorico Tab. E. Ao. !), er gibt ihm aber die ab-weichende Form des zweiten der obigen Zeichen, indem wahrscheinlichder erste Schenkel irrig schief geschnitten ist. Nach Orlandi stellt das

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