500 APM —AP. Nr. 1147—1149.
Sollte das Monogramm auf landschaftlichen Radirungen und Ge-mälden vorkommen, so ist es dem Philipp Augustin Immenraet zu vin-diciren. Wir werden über diesen Meister unter l'.AJ. ausführlich handeln.
1147. Andreas Paul Multz, Maler und Kupfersteeher von Ober-7p / -y, r WM schönfcld, warum 1650 —1680 in Nürnberg thätig.
/x/ v i j-^c/L/'t sein früher unbekannter Geburtsort geht aus derAufschrift des Blattes mit dem Bildnisse des Herzogs Friedrich Albrechtvon Braunschweig von 1679 hervor. Der Künstler zeichnete unter derDedication: /'. Multz von Obcrschoenfeld, fol. In früheren Werken überKupfersteeher wird der Künstler kurz A P. , oder /'. Multz genannt.Seineu vollen Taufhamen enthält aber ein aus zwei gr. qu. fol. Bogenzusammengesetzter, dem Kaiser Leopold I. gewidmeter Wandkalenderin Schabmanier. Unter der Dedication steht: Jac. Bernhart et Andr.Paul IHultzij fratres Noriberg. ille invenit, hie delin. et fecit. BernhartMultz war uns früher unbekannt.
A. P. Multz hinterliess eine bedeutende Anzahl von Bildnissen inschwarzer Manier, welche zu den frühen Produkten dieser Kunst ge-hören, und als solche grosse Beachtung verdienen. Auf mehreren Blät-tern stehen obige Zeichen, wie auf jenen mit den Bildnissen des Ste-phan Behaiin, Friedrich Behaim &c. Auf anderen Bildnissen, und denmeisten, ist der Goschlcehtsname ausgeschrieben, aber in Verbindungmit dein Monogramme. Im Künstler -Lexicon X. S. 30 sind Blätterdieses Meisters verzeichnet.
Die ersten Buchstaben in derselben Verbindung, etwas kleiner undmit beigefügtem d. findet man auch auf einem Kupferstiche, welchervermuthlich einem anderen Künstler angehöret. Das Blatt stellt diehl. Maria mit dem Kinde in einem ovalen Rosenkränze vor. Ihr zur Seiterechts sitzt Gott Vater, und der hl. Geist als Taube fliegt von der linkenSeite auf sie herab, einen King im Schnabel bringend. Kugel kuieenanbetend ringsum in den Wolken. Die Gruppe schwebt über einemGarten, in welchem rechts vorn Leute in Anbetung kniecn. Diess istdas Titelblatt zu J.M.Fuchs von Ilerrnau ,,höchst nützlicher Marianischcrtust- oder Historien-Carlen. Sulzbach JOD7, 4. Die Fortsetzung gibtder folgende Artikel.
1148. Andreas Paul Multz, Maler und Kupferstecher, fand unterA P AT fy* c ' ( '" 1 vorhergehenden Monogramme bereits eine
-TA-X J- V/OfS Stelle, und daher erwähnen wir hier nur, dassauch die Initialen auf einigen Schabblättern des Künstlers vorkom-men. Dass sie zu den seltenen Erstlingen dieser Kunst gehören,ist bemerkt. Folgende Blätter sind im Künstler - Lexicon nicht auf-gezählt.
1) RudolphuS Buchner, in Profil mit dem Buche. /'. Jwenell pinrit-
A.P.nr.fe, mir,, ii. io z. 3 L. Br. 7 Z. 2 L.
2) .Todocus Wilhelm Ebner, in ovaler Einfassung. A. P. M. ad vi-vum del. et fe. 8.
3) Johann Leonhard Heil d. A. Sizend in halber Figur 1675, fol-
1149. Alessandro Circignano, genannt Pommeranzio, lieferte vieleA P n I I \ Zeichnungen, welche von J. Troschel, C. David, Fr.Ji.iom.aei. Greuter & c . gegtootan wurden. Auf diesen BlätternA.Poma.in. > steht der abgekürzte Name des Künstlers, welcher wohlA Patner selten vollständig vorkommt. Auf anderen Kupferstichen
' nach Zeichnungen des Alessandro Circignano steht AntPom., oder Pomu., wie oben No. 1075 angegeben ist. '