AP. Nr. 1124 — 1129. 495
1124. Alfonso Patanazzi, Maler von Pesaro, war in der ersten
AT*"""} Hälfte des 16. Jahrhunderts thätig Er arheitete fürr— ^ die Majolica-Fabrik in Pesaro, welche zu seiner ZeitX • in grossem Rufe stand. Man findet die Initialen aufbemalten Gelassen und Platten aus jener Anstalt.
Lanzi kennt nur einen Patanazzi von Urbino, welcher aber späterlebte, indem er in seinen Werken den F. Baroccio und C. Ridolfi zumVorbilde nahm, und daher in der späteren Zeit des 16. Jahrhundertsgelebt hat.
1125. Agostino Pantaleoni, Historienmaler, wurde 1740 zu San
A-pk Vito in Friaul geboren. Der letzte Sprössling der gutenI"* alten Schule des Landes, lebte er in gänzlicher Znrück-* ' gezogenheit, so dass sein Name nur in einem engen Kreisebekannt wurde. In San Vito, zu Portovecchio u. s. w. findet man hi-storische Bilder von ihm, welche sich durch schönes und harmonisches"olorit auszeichnen. Einige seiner Werke sind mit AP und der Jahr-z &hl bezeichnet. — Pantaleoni starb 1817.
1126. A. Plattl nennt sich auf kleinen Blättern mit AbbildungenA P_ von antiken Statuen und Gruppen, welche Gaetano VascelliniA P* / >/ 8 cstocneu bat. Auf einigen Blättern stehen statt des Namens
ael. ( jj 0 initialen ^ j> _ j) ann findet man auch ein Bildniss desAlbrecht Dürer mit der Bezeichnung: AP. del. G. Vascellini ine. 12.yieser AP. ist wohl ebenfalls unser A. Piatti, welcher ausserdem inder Kunstgeschichte unbekannt ist. Um 1750—60 lebte ein Maler Piopiatti aus Venedig, vielleicht der Vater des Genannten. Vascellini starb'805, und A. Piatti hat ihn wahrscheinlich nicht überlebt.
1127. unbekannter Goldschmied oder Kupferstecher Der Trägerdieser Initialen ist durch eine Anzahl von Blättern bekannt,welche in der Weise des Paul Flynt Goldschmiedsverzierungen
TT p und verschiedene Vasen enthalten. Brulliot, App. II. No. 20,tf spricht von einer Folge von 20 Blättern mit Ornamenten in
Punktirmanier von ungleicher Grösse. Auf dem ersten Blatte erscheintder Goldschmied in seiner Werkstatt, und es ist mit AP 1604 bezeich-net. Die Platte hat eine achteckige Form, wie jene einer ähnlichenVorstellung von 1610, auf welcher aber das Monogramm AB No. 169st eht. Die Arbeit deutet indessen auf dieselbe Hand, und daher darf""an den A P. mit dem A B. für Eine" Person halten, da die alte Ortho-graphie wechselt, wie in Beham und Peham. Im Catalog Reynard I.
| 67 ist desswegen der Monogrammist AB. mit dem AP. vereiniget.
a heisst es, dass sich von ihm mehrere nummerirte Folgen von Ge-lassen in verschiedener Grösse finden, welche aber zu den Seltenheitengehören. Die eine dieser Folgen enthält wenigstens 12 Blätter. —~ et i Namen dieses Goldschmiedes konnten wir nicht herausfinden. Er'ebte in Deutschland, wahrscheinlich zu Nürnberg.
1128. Unbekannter Zeichner oder Radirer. Die Initialen seinesA.P Namens findet man auf einem radirten Blättchen, welches die
. ' ' Büste eines Kriegers vorstellt. Er trägt eine mit Federn ge-«erte Pickelhaube. Oben links: AP. — Dieses Blatt gehört wahr-Sc heinlich einem Dilettanten des 18. Jahrhunderts an.
1129. Anton Plnoens? Diese Initialen findet man auf einer Ara-j^ -p besken-Verzierung in Holzschnitt, links und rechts neben zwei, r nackten aus Schweifwerk hervorkommenden Figuren. Die Mitteae s Ornaments nimmt eine sitzende weibliche Figur mit dem Füllhorn ein.
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