Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
493
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AP. Nr. 1119 — 1120. 493

'119. Alfonso Parigi, der Sohn des Giulio, war Ingenieur und Ar-JD chitekt des Orosshcrzogs von Toscana, und wird von Milizia als■*•• solcher gerühmt. Dann leitete er auch die Feste des Hofes inFlorenz, und lieferte Zeichnungen zu Decorationen, deren er selbst inKupfer radirte. Bartsch P. gr. XX. p. 64 beschreibt 12 Blätter vonseiner Hand. Sie sind in der Weise des II. Caota-Gallfata behandeltDas Monogramm findet man auf den Blättern mit den sechs Decora-WOnen zum Trauerspiel: „St. Ursula", ß. No. 1—6. H. 4 Z. mit 7 bis8 L. Hand, Br. 5 Z. 3 —4 L. Diese Blätter haben italienische Auf-Kliriftcii, beginnen mit dem Coneilio de' Demoni, und enden mit demJ-riontb di S. Orsola. Eine zweite Folge von 6 Blättern enthält die^ecorationen zur Oper „Flora", oder der Geburt der Blumen. DieseOper wurde 1628 bei der'Vermählung des Prinzen Odoardo FarneseY' n Parma mit der Prinzessin Margaretha, von Toscana gegeben. DieKatter beschreibt Bartach No. 7 -- 12. Sie tragen den Namen desKunstlers. II. 6 Z. Br. 10 Z. 6 L.

Ein dem Verfasser des Peintrc-graveur unbekanntes seltenes Blatt,welches ebenfalls eine Decoration bildet, stellt einen Tanz von RitternUl 'd Damen zwischen Felsen vor, mit der Unterschrift: Quarta muta"ovo escono dclle Grotti cavalieri e dame dopo escono i cavalieri aeavallo. Alfonso Parigi .1. et F. kl. qu. fol. Dieses Blatt gehört wahr-scheinlich zu einer unbekannten Folge.

, St. della Bella radirte nach seiner Zeichnung eleu Catafalk des Gross-»erzogs Francesco de' Medici, fol. — Alfonso Parigi starb zu Florenz 1656.

1120. Arthur Pond, Maler und Kupferstecher, geb. zu London 1701,/P "vP i? £ os '' n^S. Schüler von J. Vanderbank, malte er anfangs■*-'<-^/./l Bildnisse in Oel und Pastell, deren auch in Kupfer gestochenWurden. In weiterem Kreise bekannt sind aber leine treulichen Hä-ufungen, dann die Blätter In Davis- und Crayonmanier, welche zu dener sten englischen Erzeugnissen dieser Art gehören. Er verband sich""t C. Knapton zur Herausgabe eines Werkes, welches Zeichnungen^, 0n Rafael, A. Mantcgna, Parmigiano, G. Koni, Ag. und An. Carracci,«nercino, Polidoro; Cambiasi, Garofalo, S.Rosa, C. Maratti, N. Poussin,.. • Dorrain, Rembrandt, Pannini &c. nachahmt, und zu den vortreff-lichen Publikationen dieser Art gehört. Er bediente sich dabei der^adel, und verband nach Erfordernis* damit die Tusch- und Crayon-«anier. Im Jahre 1734 erschienen 46 Blätter mit herrlichen Imita-i»nen von Handzeichnungen berühmter italienischer Meister, nebst An-gabe der Besitzer der Originale. Die vollständige Ausgabe mit Knap-0,1 s Imitationen erschien dann bei Boydell unter dem Titel: Imi-"ttons of Drawings. Engraved In/ Messers Pond und Kapton, afterfte origi na i s of Haphael elc. etc. fol. Sie soll sich nach Bartsch, Oeuvre«<-' Hernbrandl 11. p. 165 Note, auf 70 Blätter belaufen, welche tun 1797/■schienen. Dann haben wir von Pond auch eine Folge von 25 Blät-2*0 mit Carricaturen nach Zeichnungen von An. Carracci, 0. Maratti,■^«-tteau, A. Ghezzi, Guercino, F. Mola, R. Lafage &c. fol. Auch diesesWerk erschien bei Boydell, unter dem Titel: Pond's Caracaturas,r* ln 'J o Collection of twenty five Prints engruved by Arthur Pond etc., fol.*" Künstlcr-Lexicon XI. S. 488 haben wir ein Verzeichniss der cin-'? nc " Blätter dieses Meisters gegeben. Hier erwähnen wir auch noche ! Il °s Helldunkels von drei Platten. Es stellt fünf Figuren vor, nachJ u er Zeichnung von Parmigiano, 8. Die Holzschnitte des A. PondSln d selten.

^ Das Monogramm des Künstlers findet man auf mehreren Blättern.as dritte Zeichen diente ihm als Stempel, womit er die Zeichnungen