Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
488
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488 AP. Nr. 1110-1111.

Von derselben Hand gestochen ist auch ein grosses Blatt ohneZeichen. Es stellt den Mcleagcr mit dem Hunde dar, und trägt die.Tahrzahl ißlJS. gr. fol.

2) Verziertes Feld mit der Statue der Diana von Ephesus in einerEinfassung von Arabesken. Unten in der Mitte sieht man einen Greifmit vierLöwcnfüssen, und rechts und links von der Diana einen Hirsch.Oben rechts ist das Zeichen mit der Jahrzahl iUSf) im Täfclchen.II. 15 Z. 10 L. Br. 6 Z. 2 L. — Dieses Blatt ist radirt, und wirdvon Bartsch No. 2 beschrieben.

3) Ein verziertes Feld mit einer phantastisch gebildeten Pflanze,auf welcher verschiedene Vögel sitzen. In der Mitte unten ist einStachelschwein, und links ein wälscher Halm. Links oben bemerkt mandas'erste Zeichen. II. 16 Z. ? Br. 6 Z. 5 L. ? — Dieses Blatt be-schreibt Bartsch No. 3, ohne anzugeben, ob es radirt, oder gestochen sei.

4) Ein verziertes Feld mit einer Fratze zwischen zwei Dreizacken,welche durch zwei Delphine verschlungen sind. Links in halber Höhesteht das Monogramm, rechts die Jahrzahl tINiO. H. 5Z.? Br. HZ. 3 L.— Dieses Blatt, welches Bartsch No. 4 beschreibt, ist radirt.

5) Ein Zicrblatt mit einem von Arabesken umgebenen Basrelief, inwelchem Amor sich zeigt. Er hält mit der Hechten den Bogen, undgreift mit der anderen nach dem Pfeile im Köcher. Oben links ist dasZeichen mit der .Tahrzahl 108t im Täfelehen, fol. — Dieses Blattkennt Bartsch nicht. Es ist radirt, und in der Weise der obigenBlätter behandelt.

0) Ein schönes Akanthusblatt mit einem Adlernest, einer Schlange,und mit verschiedenen Vögeln und Insekten. Das Monogramm mit der.Tahrzahl lüljü ist unten im Rande, gr. fol. — Auf dieses seltene, demVerfasser des Peintre graveur unbekannte Blatt macht Frenzel im Ca-talog Sternberg 1. No. 813 aufmerksam. Rene Boivin hat es 1575 vonder Gegenseite copirt.

7) Der Kopf eines brüllenden Löwen, nach links gerichtet. Kechtsunten ist das Zeichen, links die Jahrzahl t86B. II. 9 Z.? Br. 12Z.? —Dieses Blatt beschreibt Bartsch No. 5, und ea ist wohl gestochen, daer von einer Kadirung nichts bemerkt

1110. Unbekannter Kupferstecher. Dieses Zeichen findet man auf/J) einem Kupferstiche, welcher die Ermordung eines Königs im_/ JL Zelte zum Gegenstände hat, qu. fol. Das Blatt stammt aus dem17. Jahrhunderte, und ist wahrscheinlich nicht von Andreas Pauli,welcher sieh eines ähnlichen Monogramms bediente. Die Composition ^ist von einem deutsehen Meister.

Uli. Alfano di Piero ? J. Stellwag, Monogr.-Lex. No. 326, schreibt7p dieses Zeichen dem Alfano di Piero zu, einem portugiesischen_/l Maler, welcher nach Vasari um 1450 in Pisa, Volterra, und ananderen Orten Gemälde hinterlassen hatte. Auf Alfano di Piero komm*Vasari im Leben des Tnddoo liartoli zu sprechen , seine Werkescheinen aber nicht erkannt zu seyn. Wir wissen daher nicht, a u >welchem Bilde Stellwag das Zeichen gefunden habe. Die alten italie-nischen Meister setzton im 15. Jahrhunderte, wohl zuweilen den Namenauf die Gemälde, sehr selten aber kommen Monogrammen vor.

F. Ruschowoyh stach nach einem Alvnrcz Petri die Madonna nindem »erkundenden Engel von 1429. Der Zeit nach könnte dicss derAlfano di Piero des Vasari seyn. Taborda (Itegras da arte da /><"'iura Ittltt p, i4.'J) nennt den Alfano Vasari's Älvaro de Petro, de*ältesten portugiesischen Maler gegen 1450, von welchem er aber kei' 1Werk kennt.