Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
477
Einzelbild herunterladen
 

AP. Nr. 1098 — 1099. 477

Au der 1511 bei Adam Petri erschienenen Ausgabe der Postüla(iuilkrmi jsuper epislolas et evangelia etc. bat wohl A. Petri keinen An-theil. Die Vignetten tragen meistens das /eichen des Urse Graf.

2) Die Titeleinfassung mit David vor der Bandeslade tanzend. Mitdem Zeichen, kl. fol. — Dieses Blatt findet man, vielleicht im späteren1 'rucke, in: Geoyruphia universalis — Claudii Ptolemaei enarrationes etc.Latine ed. Seb. Münster. Basileac per llcnrimm l'etrum 1545, fol.

3) Die kleinere Titeleinfassung mit Petrus und Paulus, und denSymbolen der Evangelisten. Oben ist das Basler Wappen, und untenzwischen dem Namen ADAM PETRI das kleine Monogramm, 8. —Diese Einfassung findet man in S. Münster's Cosmographey. Basel,Heiiric, Petri 1544, und in den folgenden Ausgaben, noch 1578. Vgl.H. v. Rumohr's Holbcin S. 114.

4) Die kleinere Titeleinfassung mit Darstellungen aus dem Lebendes Moses. Links, oben erschafft Gott den Adam, rechts kommt Mosesmit den Gesetztafeln &c. Oben in der Mitte ist das Zeichen in einemSchilde. Am Tische des Hohenpriesters links unten scheint ein F. an-gebracht zu seyn, so dass das Blatt von dem Meister 1. F. herrührenkönnte. Es hat Aehnlichkeit mit den Arbeiten des Urse Graf, währendder Titel No. 3 in Zeichnung und Schnitt verschieden ist. — DieseEinlassung ist ebenfalls in Münster's Cosmographie, mit dem Titel:Schweden, Finland etc. In der Einfassung No. 3 steht: Italia mit denilreü! fürnemsten Inseln etc.

5) Die oben erwähnte Titeleinfassnng zu folgendem Werke : De oclooralionis partium construetione libellus etc. Krusmo Itoterodamo uutore.Baiileae, In officina Adae Petri M. 1). XVII. 4. Oben steht das ersteZeichen auf dem Schilde zwischen Adam lind Eva. Rechts und linkserheben sich Säulen, und unten halten zwei Engel eiu (iefäss. Andiesem ist das Zeichen des Urse Graf mit der Jahrzahl IS iß.

1098. Agostino Parisino, Kupferstecher von Bologna, war in der■ y ■ i ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts thätig. Man legt

ST Jpi 7j5Y ihm die gegebenen Monogrammen bei, allein nur dasJ "*- '-L* *- zweite und dritte ist mit Sicherheit als das seinige zunehmen. Das erste Zeichen findet man auf einem radirten Blatte, wel-ches eine bergige Landschaft mit einer Mühle zeigt. Rechts vorn beizwei hohen Bäumen sitzt eine Frau mit dem Kinde auf dem Esel, unddiesen leitet ein Mann, so dass man die Flucht der hl. Familie ver-ttüithen möchte. In der Ferne rechts breitet sich eine Stadt aus. Nebend'' 1 ' genannten Gruppe bemerkt man das erste Zeichen. H. 8 Z. 5 L.?r- 11 Z. 3 L. Die Behandlung dieses radirten Blattes spricht nicht**}'' Parisino. Es scheint auch älter zu seyn, als die sicheren Blätterdieses Meisters. In keinem Falle aber rührt es von Amadeus Prestelher, wie Rupprecht im Catalog Stengel 1. No. 199 vermuthet.

A. Parisino radirte einen Theil der emblematischen Darstellungen■" dem Werke: Pauli Maccii Emblemata. Bononinae 1(120, 4. DieBlätter, welche 0. Gaddi dafür lieferte, beschreibt Bartsch P. gr. XIX.!*■ 5 ff. No. 24 (66 — 117), und jene des G. B. Coriolano XIX. p. 33■No 80—106. Die Blätter des A. Parisino übergeht er.

1099. Amalie von Peter dürfte auf dieses Zeichen Anspruchj§\ machen. Wir fanden es auf einer schönen Federzeichnung

tlg4 nach der Radirung des G. von Dillis, welche die Brücke überden Dach in Schwabing bei München vorstellt, qu. fol. Die Zeichnungv erräth eine geübte Hand, von welcher wohl nicht dieses einzige Blattexistirt. A. Peter malte Genrebilder und Landschaften.