298 AG. Nr. 590 — 592.
Die IJeberarbeitungcn im Gewände sind nach Börnor mit dem Granir-stahle bewirkt, welcher aber zu weitläufig, und zu sehr in einerleiRichtung geführt ist, als im das Blatt durch dessen Anwendung ge-wonnen hat. Der Hintergrund wurde gänzlich mit diesem Instrumenteübergangen, und über dem Kopte, wo ein lichterer Ton hervorgebrachtwerden wollte, erscheint diese hellere Stelle streifig.
V. An der Stelle der in den früheren Abdrücken sichtbaren Nadel-arbeiten ist der Stichel angewendet. Im Gesichte ist einiges gemildert,der weisse Kragen, welcher bisher zwei breite Lichtstellen enthielt, istganz mit leichten (Irabstichcltaillcn überzogen, alle Nadclarbeiten inden zwei Aermeln des Wamses sind auspolirt, und durch sorgfältigere,weniger rauh erscheinende Grabstichollinicn ersetzt. Die Schraffirungcudes linken Aermels, früher von links nach rechts durch die Nadel herab-geführt, sind jetzt in entgegengesetzter Richtung mit dem Stichel be-wirkt. Der Leib hat durch die Beihilfe des Stichels ein tieferes Schwarzerlangt, sowie das Ganze durch diese Abänderungen gewonnen. Imvierten Abdrucke hat der Abschnitt unten im Ovale ein schmutzigesfleckiges Aussehen, da die Bearbeitung desselben mit dem Granireiscnnicht gelungen ist. Im fünften Drucke ist der Raum auspolirt, undoben längs der Kante des die Schrift enthaltenden Raumes sind einigehorizontale Linien eingestochen.
590. Albert Glockenton jun. soll nach Brnlliot I. No. 177 Glas-
S?& gemälde auf solche Weise bezeichnet haben. lieber diesenA VI Meister handeln wir unter dem Monogramm AOL ausfuhr-/^» "<m^ lieh, und bemerken hier nur, dass das Zeichen wahrschein-lich nicht ganz richtig gegeben ist, indem sich der rechte Schenkel dB'A nicht aufrunden soll, sondern unten nach rechts gestreckt ein /'bilden muss. Indessen ist es immerhin möglich, dass Glockenton ein-mal in obiger Weise gezeichnet habe, ohne das sonst gewöhnliche tanzudeuten. — Brnlliot liest AC. , allein in dieser Form besteht dasMonogramm aus Ad.
591. Albert Glockenton soll nach Malpe II. No. 39 KupersticM
J—r*Z& mit diesem Zeichen verschen haben. Der genannte Schrift'/f* steller hat den alten, um 1450 gebornen Künstler dieses Namenss^\J im Sinne, über welchen wir unter den gothischen BuchstabenAG handeln, wir kennen aber kein Blatt mit obigen Zeichen. AuenMalpe wird keines gesehen haben, sondern höchstens irgend eine Zei<*>*nung, welche aber nicht dem sogenannten alten A. Glockendon, sonderneinem jüngeren Glasmaler dieses Namens angehören dürfte, deSSWMonogramm aber gewöhnlieh in imderer Weise verschlungen ist.
592. Unbekannter deutscher Meister, oder vielleicht zwei Künstler;■ welche in der früheren Zeit des 18. Jahrhundert*
gelebt haben müssen. Das zweite Zeichen p"}Christ in seinem Monogrammenbuche S. 198 wj*der Bemerkung, dass es, aus QN bestehend, N''colaus Glockenthon angehören soll, was ihm aber noch nicht kl»'sei. Das von ihm beigebrachte Zeichen besteht auch sicher nicht au»ON, sondern aus AU, es fragt sich aber immerhin, ob Christ nach A"'topsie berichtet, oder oh ihm eine ungenaue Copie des Monogramm*vorlag. Wenn es sich um Nicolaus Glockcnton handeln soll, so nui"das JV angedeutet seyn, da ein anderes Zeichen, welches diesem KttnStWzugeschrieben wird, deutlich aus ÜN besteht.
Das erste der oben gegebenen Monogrammen haben wir obenfa 1 _nicht aus eigenener Anschauung. Es soll auf einer Zeichnung v0
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