294 AG. Nr. 585 — 588.
P. van Stetten nennt die genannten Künstler Gültinger, im altenHandwerksbuche der Zunft in Augsburg ist aber Gumpelt Giltlingergeschrieben. Die Deutung des bisher unbekannten Monogramms beruhtaber nur auf einer Tradition, deren Alter wir nicht bestimmen können.An Aldegrever ist nicht zu denken, obwohl dieser Künstler 1552 nocham Leben war.
585. Unbekannter Kupferstecher. Bartsch P. gr. IX. p. 482,i ;/jH i ( nimmt diese Zeichen für AG. , und in vielen«ß"U ^4(&T A*V Catalogcn wird unter diesen Buchstaben auf
Jl^li. • )j * ' J~X. -den Peintrc - graveur hingewiesen. Allein dasMonogramm besteht aus den Buchstaben AC, und wir haben es dess-wegen, genauer nachgebildet, oben No. 2G0 gegeben, zugleich mit demVerzeichnisse der Blätter, auf welchen das Zeichen vorkommt.
586. unbekannter deutscher Kupferstecher, welcher in der ersten
I . -r i Hälfte des 1 (i. Jahrhunderts gelebt zu haben scheint.
IxSTItTT Th Er copirtc Btätter von II. Aldegrever und J. Hink-I **■ v I 7rn\ /pH 1) Der Fälindrich, Pfeifer und Tambour, gegen-
seitige Copie nach J. Bink, B. 66. Der Tambour steht hier links vomItiieken gesehen, und der Fähndrich rechts. Oben links ist dasZeichen. II. 2 Z. 4 L. Br. 1 Z. 8 L.
2) Ein stehender Kricgsmanu mit der Musketcngabel in der Linken.Im Grunde sind kleine Figuren und eine Stadt. H. 3 Z. 9 L. Br. 2 Z. 9 &
3) Mars stehend mit der Fackel zur Seite eines Pferdes und einesOchsen. Copie nach II. Aldegrever. B. 76. H. 3 Z. 8 L. Br. 2 Z. 5 L.
f;- \iWl. Anton Göttich? Dieses Zeichen mit der voranstellenden Jah*"
Mzahl 1551 findet man auf einer gegenseitigen Copie des leidendenHeilandes nach Dürer's Blatt aus der kleinen Passion, B. No. 18'Der Heiland sitzt mit der Dornenkrone auf dem Haupte auf einemStoino nach rechts gewendet« II. 2 Z. 6 L. Br. 2 Z.
Heller, Leben A. Dürer's II. S. 553, glaubt, dass dieses Blatt neuereArbeit, und von einem Betrüger mit dem gegebenen Monogramm ver-sehen worden sei, um es für Aldegrever auszugeben. Nach einem altenAbdruck zu urtheilen, können wir diesen Kupferstich nicht für moderneArbeit halten. Es mögen aber spätere Abdrücke auf neueres Papi**existiren. Der Copist ist wahrscheinlich Anton Göttich, welcher in derzweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts zu Augsburg thätig war, und einetPaul zum Sohne hatte. Eines ähnlichen Zeichens bediente sich auchAndreas Gentzsch in Augsburg, welcher aber unter folgender NummCeine Stelle findet. Wenn Malp6 I. p. 275 sagt, dass sich dieses Mo-nogramm auch auf Titelblättern finde, so möchte es in diesem FalMeher dem A. Güttich, als dem A. Gontsch angehören.
588. Andreas Gentzsch, Kupferstecher, war um 1568 — 1016 i' 1►j-w Augsburg thätig, wenn nicht eher zwei Künstler dieses N»"
M.,S./"^niens gelebt haben. Die älteren Blätter, welche bei A. GentzS<*erschienen, sind nämlich in einer anderen Weise behandelt, als jc IlCvon 1616. Beide, Folgen gehören zu den Seltenheiten.
1) Eine Folge von 12 Blättern mit Mustern für Goldschmied 0 'unter dem Titel: Spitzen buchte, leicht undt mit wenig milch, auff gemein 6arbeit, golihchmiden und andern handlwerkern nützlich zu gebrauchen. '**Augspurg Bey Andreas Genlach, Kupffcrslecher. Im Jahr M. I). L. X. V"'Diese Blätter enthalten Friese von Laubwerk mit OrnamentenWaffen, Früchten, Figuren &c. untermischt. Der Grund ist mit hori'zontalen Linien und Punkten überarbeitet. H. 2Z. 7—8L. Br. 4Z. I 1 *