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1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
282
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282 AFI. Nr. 568 — 569.

weniger reich ausgeschmückt mit grösseren und kleineren Holzschnitten.Zwanzig Hauptbildor sind in der Grösse des Buches, und stellen Scenenaus dem Lohen des Heilandes und der Maria dar, wovon sich mehrerewiederholen. Die unteren Querleisten enthalten Bilder aus dem Lehender Maria in kl. qu. 8., welche sich ehenfalls oft wiederholen, und inden Seitenlcistcn sind Darstellungen aus dem alten und neuen Testa-mente mit Verzierungen jeglicher Art angehracht. Mehrere lilätter undHandleisten hahen die gegebene» Initialen. Uehrigens sind die Worte(Hirn und Virlu öfters wiederholt.

Nach Weigel dürften die Zeichnungen und Schnitte in der Officindes F. Marcolini, von diesem seihst und von seinem Freunde GiuseppePorta della Garfagnaua, genannt il Salviati Giovane, unter Beihülfevon Schülern entstanden seyn. Der Buchstabe (1 könnte daher „Gar-fagnanus" bedeuten.

568. Jonas Arnold, Portrait- und Landschaftsmaler, war um 1645• — 1665 in Ulm thätig. Er staffirte seine Ge-•• mälde mit Figuren und Architektur, und liebteLLa überhaupt reiche Beiwerke. In derGallerie des

M V* i ~y Schlosses Rolland, dem Bittcrguto des Friedens-•^™ ^W,!^ litt) richters A. Fahne in Cöln, sind zwei schöneXW 'El ; c 1 -e Bilder von Arnold. Sic stellen Herbst undA V, Ix/.ftv.•«*./«£!£. Sommer dar. Das eine trägt das erste der ge-gebenen Monogrammen mit der Jahrzahl iaa:i, das andere den Namendes Künstlers. Man findet auch schöne Zeichnungen mit dem Mono-gramme dieses Meisters, meistens ohne Andeutung des /. Sie sind mitder Feder umrissen, ausgetuseht, mit Weiss gehöht, und sorgfältig vol-lendet. Ohne Monogramm würde man diese Zeichnungen für Arbeiteneines französischen Meisters nehmen, so dass Arnold seine Studien inParis gemacht zu haben scheint. B. Kilian, M. Küsell, A. Kohl u. A.haben Portraitc nach ihm gestochen, deren einige mit dem Monogrammeversehen sind. Man legte es früher dem Joseph Furtenbach bei.Folgende Blätter hat J. Arnold radirt:

1) Sinn-Bild Vber den im Jahre <0M den i4 Tag des Weinmonszu Münster getroffenen und beschlossenen allgemeinen Reichsfrieden. DemSenator und Architekten Joseph Furtenbach in Ulm gewidmet. DieseDarstellung ist in einem Ovale, und unter diesem ist das vierte Zeichenmit dem Beisatze : in. et feclt. H. 8 Z.

2) Die Tugenden und die Laster, allegorische Gestalten von charak-teristischer Auffassung, 6 Blätter, theils mit dem Namen, thcils mitdem dritten Monogramme, welchem das Wort fecit beigefügt ist; qu. fol.

3) Allegorie auf die Künste und Gewerbe, unter 15 allegorischenGestalten, welche eine Leiter hinansteigen. Oben in einer strahlendenGlorie steht der Name Jehova, und zwei Engel schweben in der Luft.Links unten bei der Leiter steht der Name des Joseph Furtcnbach,und rechts ist das Zeichen Arnold's. II. 6 Z. 1 L. Br. 11 Z. 1 L.

4) 27 Blätter in J. Furtcnbach's Mannhafftcn Kunslspiegel, 4.

5) Die Blätter im Wundarzneischen Zeughause von J. Scultctus, 4.

6) Die Ansicht des Domes in Ulm, Ilauptblatt von 1G66, gr. fol.

569. Unbekannter italienischer Maler, welcher um die Mitte desT + 17. Jahrhunderts thätig war. Der Buchstabe /. bedeuteti wohl „Invenit", wir haben aber keine Deutung für die

Initialen A.F. Würde ein A. Fruytiers bekannt seyn, so möchte manan einen Künstler dieses Namens denken, denn das malerisch radirteßlättchen mit den gegebenen Initialen ist in der Weise des Philipp