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1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
281
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AFC —AFG. Nr. 564-567. 281

Finson kennt. Letzterer lebte aber zu Anfang des 18. Jahrhunderts,während die Zeichnungen des Alonso Finson um 100 Jahre älter seynsollen. Wenn nun dieses sich so verhält, so begegnet uns der Zeichnerim k. Museum zu Neapel auch mit einem Gemälde. In dieser Samm-lung ist nämlich ein Bild der Verkündigung Maria mit der Aufschrift:Alonsim Finsoniut Belga Brugensis fecit llil'Z. Von einem zweiten Ge-mälde dieses Meisten haben wir keine Kunde.

564. Alexander Calame, berühmter Landschaftsmaler von Vevay,bfl fand bereits unter AC. No. 200 eine ausführliche Stelle, und daherM ist hier nur nachträglich zu bemerken, dass eine seiner meister-haften Radirungen mit dem gegebenen Monogramme bezeichnet ist. Esst eht rechts unten auf einem Blatte mit einer Landschaft, welche rechtsjwif dem Hügel eine Reihe von Eichen und Buchen, und links eineGruppen kleinerer belaubter Bäume zeigt. Zwischen diesen beiden liaum-Partieon öffnet sich eh»Durchsicht, und rechts des breiten Vorgrundessitzen zwei Männer. Im Rande unten liest man : A. Calame pinx. et"7- f. Gencrc ItlhO. Dieser Hand könnte abgeschnitten seyn. II. desBiMei 7 Z. 1 L., der Platts 7 Z. 10 L. Br. des Bildes 5 Z. 2 L.

565. Battista Angell, genannt TorbidO del Moro, war Schüler von.<~y-v Tizian und dos Francesco Torbido il Moro. Kr hinter-■IjFVjy Ü9U °' n0 bedeutende Anzahl von Werken, starb aber

Batista aiw» um '^^" kaum dreissig Jahre alt. - Bartloh P. gr.m- XV1, p ' m 1,CMC " rri,,t 36 radirte und gestochene

Blätter von Torbido del Moro, und darunter No, 20 dasjenige, welches0 Wge Bezeichnung hat El stellt eine nackte Nymphe vor, welchezwischen einem Flussgotte und einem alten Manne sitzt, welcher siem it Liebkosungen beglückt. Links unten steht: BATISTA AN'"-, und( as Monogramm darüber. II. 10 Z. Br. 0 Z. 8 L. Bartsch glaubt,dieses Blatt stamme, ans der frühesten Zeit del Moro's, es ist aberwahrscheinlich nur die Compositum von diesem Meister. Das Mono-gramm ist für ihn ungewöhnlich, und gehört sicher einem anderenMeister an.

566. Z eichen des Adam Berg, welcher um 1500—1610 zu

A~ "^ München eine Buchdruckerei besass. Man findet diesesI ,^r\ Monogramm auf einem Holzschnitte in folgendem Werke:I ' Yj Urtier Theil der güldenen Sendischreiben Weilandl des lloch-XX würdigen und wohlgebornen Herrn Antony de Cueuera elc.

«tünchen hey Adam Berge 1600. 4. Das Blatt stellt einen jungen, an,ln, i Baumstamm gebundenen Mann vor, neben welchem eine Frau mit'lern Scepter steht. In ihrem Wappenschilde ist ein aufsteigender Lowe,»eller, Monogr.- Lex. S. 18, nennt den Träger des gegebenen Mono-Ki'iinnns einen um 1500 lebenden Forrnschneider, und es ist wohl mög-Jteh, dass Adam Bars das Blatt selbst geschnitten habe. Er gab auchfi 'U Münzbuch mit Holzschnitten heraus. Letztere sollen ebenfalls von»im herrühren.

567. Unbekannter italienischer Formschneider, welcher in der

/\ "p ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts zu Venedig lebte. Klan findet

~, diese Buchstaben auf Blättern in folgendem, mit gothischen Let-

nt ■ t(n " '" Roth " ml s,llw arz gedruckten Buche: Uorarium.

'ßciu,m Marie Virginis. Vencliis in Ofßcina Francisci Marcolini 1545, 8.*• Marcolini da Forli, berühmter Buchdrucker und Freund Tizian's,Jjat in diesem sehr seltenen, von II. Waigel (Kunstkatalog No. 14,153)

eschriebenen Buche eine Nachahmung der bekannten französischen^Marien (Livres d'heures) aus früherer Zeit gegeben, und es nicht