AF. Nr. 523 — 525. 269
Aldobrandini, welche« um 1592 erschien, trügt, ober das erste der ge-lebeneo Zeichen. Es ist. in der Weise des Agostino Carracci gettochen,nnd mit folgender Sclniti verseilen: Francesco Aldobra.ndiiio Cap. Ge-nerale delle genti eccleatestichl, Nepote deHa 81«, di N. S. P. I'. Uo-mente VIII. Kniestück, rechts eine Säule, unten an dieser das Zeichen.**< 7 Z. 7 L. Hr. 5 Z. — Das zweite Monogramm findet man aufeinem Blatte mit, der Ansicht von Jerusalem. lirulliot I. No. 345 glaubt,es dem Franco zuschreiben zu dürfen. Zwei andere, von lirulliot 1. c.gegebene Zeichen müssen wir ausscheiden. Ms scheint überhaupt, dassWeses Monogramm dem .1. Franoo nicht angehöre, sondern dass es nureine Modification des vorhergehenden sei. Das Iiildniss Aldolirandini'sR wmmt nicht mit den lilättcru aus Ovid, sondern mit, dem im vorher-gehenden Artikel erwähnten Stiche der S. del Pilar überein.
523. Unbekannter Meister, welcher in der ersten Hälfte des
jf* 7} Ty"* 17. Jahrhunderts gelebt zu haben scheint. Der
•*T . __ J\-L • Trager des einen, oder des anderen Zeichens ist,
tot Stecher eines mittelmassigen Blattes, welches in zwölf Friesen dieBeschäftigungen und Arbeiten der Volksklasse wahrend der zwölf Mo-nate vorstellt, lieber jedem Friese steht der Name des Monats in la-teinischer Sprache, und auf der Darstellung dos Novembers sind anJ*6i Steinen die beiden Namenszeichen. Höhe der Friese 2 Z. 3 L."•'■ 8 Z. 4 L. Hohe der Platte 15 Z. 4 L. Hr. 16 Z. 8 L.
F.s scheint, dass der Stecher unter dem ersten Zeichen den .TostAmman verstanden wissen wollte, allein man würde mit Unrecht: JotlApxman Fecit lesen, da die Blätter nicht einmal Copien nach ,1. AmmanS1 "d. Die Buchstaben HF. haben keine Auslegung gefunden.
"&4 . Andreas Faistcnaucr. Maler von Rosenheim in Bayern, machteTT^ M 1 seine Studien in Wien, und wurde 1668 churfürstlicher
y\^ A44 Kammermaler zu München. Er malte Bildnisse und Altar-■*•>-£ JL stücke, deren man in Kirchen findet. Seine Färbung ist' m Ganzen brillant, In den Schatten aber zu schwarz, indem er starkeGegensätze liebte. Wir fanden das zweite Zeichen auf einem kräftiggemalten Bildnisse einer Dame, wahrscheinlich vom chur - bayerischen.te-'e. In der k. Sammlung zu München sind Zeichnungen in rother
''eide, sowohl tleissig behandelte Bildnisse, als historische Oomposltionen.. Das erste Monogramm fanden wir auf einer Zeichnung, welche mit.ner Feder umrissen, das Standbild einer Madonna, vorstellt. Diese Zeich-.'""g ist nicht, von A. Faistenauor, sondern von Andreas Faiston-s'q r T efir > welcher 1646 zu Kützbühcl in Tyrol geboren wurde, und
"Jahre Hofbildhauer in München war. Er schnitt Figuren, Gruppen,
r ucifixe, und besonders auch Madonnen in Holz und Elfenbein.
525. Unbekannter italienischer Meister, welcher zu Anfang des
-— r ' 16. Jahrhunderts gearbeitet, hat. Sein Zeichen
Aa /-W ZC findet man auf Kupferstichen, welche keinen Oold-
ü] '*-» VL k X\: . sebmied von Profession, sondern einen Zeichner
u °r Maler beurkunden, da, in seinen Blättern ein für die damalige Zeit,
. "gewöhnliches Verständniss der Formen herrscht. Als Vorbild diente
g* Marc Anton, wie aus der Copie der Poesie nach Eafael erhellet.
, T ' lc h bemerkt man auch in den übrigen Blattern eine entschiedene
Hinneigung zur Rafaelischen Schule.
jyr • Bartsch, ]'. gr. XV. ji. 536, beschreibt nur zwei Blätter von diesemAll ' n8,nu ' cn (liü Poesie, und (bis geflügelte Kind auf dem Pferde.
Ie Stiche desselben gehören v.w den Seltenheiten.Hin 1) Die Heimsuchung der Elisabeth. Beide Frauen reichen sich mitngfräulicher Verlegenheit die Hand. Im Grunde breitet sich eine Land-