268 AF. Nr. 521 — 383.
von A. Fuchs herrühren, so machen wir auf den Kupferstecher AndreaFranco aufmerksam. Dieser Meister stach mich (laiidclliui ähnlicheDarstellungen. Mau findet von ihm ein schön gestochenes Blatt von(604, welches eine Ilirschjagd vorstellt, umgehen von einem Rahmen,mit Flussgöttern, Nymphen, Thieren &c. Ein anderes Blättchen stelltzwei Affen und einen Biber am Wasser vor. Dieser Meister könntesich ebenfalls der Initialen AF, und eines Monogramms aus diesenBuchstaben bedient haben.
521. Unbekannter Kupferstecher, welcher mit Jacopo Francound Adam Fuchs verwechselt wird. Das erste Zei-chen findet man auf einem Kupferstiche, welcher dieMaria mit dem Kinde in einem Altare mit gewundenen
Säulen stehend zeigt. Unten liest man : Vcro Hetrallo di Sancta Mariadi Loretlo. Das Monogramm ist rechts unten an den Stufen, auf wel-chen Maria steht. Links unten ist die Adresse: I.uca berlelli Sw9.H. 13 Z. Br. 8 Z. 2 L. Dieses Blatt darf man nicht mit einemzweiten verwechseln, welches dieselbe Madonna vorstellt, und ohneZeichen ist. II. 11 Z. 4 L. Br. 7 Z. 6 L.
In Paul Behaim's Vcrzoichniss von Künstlern und ihren Werk-zeichen von 1618 wird das erste Monogramm dem Adam Fuchs beige-legt, allein die Adresse des Luca Bertolli deutet auf eine viel frühereZeit, als jene ist, in welcher A. Fuchs gelebt hat. Das Blatt dürfteum 1580 erschienen seyn, und Fuchs arbeitete um 1600 - 1620. Brul-liot I. No. 345 schreibt das Zeichen dem Jacopo Franco zu, welcheraber in einer anderen Weise gearbeitet hat. Der unbekannte Mono-grammist dürfte indessen jedenfalls ein Italiener seyn.
Demselben Meister gehört höchst wahrscheinlich auch das zweiteMonogramm an, welches sich nach Ileinecke (N. Nachrichten I. S. 424)auf einem Kupferstiche mit der berühmten Pieta des Michel An-gelo findet. Von Jacopo Franco kann dieses Blatt in keinem Falle her-rühren, da er 1568 noch im zarten Knabenalter stand.
Das dritte Zeichen fanden wir auf einem grossen Kupferstiche,welcher die hl. Jungfrau mit dem Buche in der Hand auf dem Kapi-tale einer in Mitte des Blattes stehenden Säule zeigt. Sie ist von En-gels umgeben, und unten knieen, stehen und sitzen verschiedeneHeilige und Pilger in Staunen und Verehrung der Erscheinung. Imschmalen Unterrande liest man : Casa Y Cambra Angelical Nucstra SenoraDel l'ilar De Caragocca. Tiefer: Gio'. Franclä formis. 107(1. Hechtsin der Ecke ist das Zeichen. — Dieses Blatt ist sicher nicht von Ja-copo Franco, sondern vom Verfertiger des Blattes mit der Madonnavon Loreto.
Dem Jacopo Franco haben wir den folgenden Artikel gewidmet,aber ohne Gewissheit zu haben, dass ihm das Zeichen angehöre. Esist indessen herkömmlich, ihn als Träger desselben zu bezeichnen.
522. Jacopo Franco, Kupferstecher und Kunsthändler, geb. zuj^ Venedig um 1560, soll sich dieses Zeichens bedient haben-K fo Man findet viele Blätter mit seinem Namen, wovon aber die•'•^-"meisten nur als Verlagsartikel zu betrachten sind. Zu seinenHauptwerken gehören die 16 Blätter mit Darstellungen aus Ovid's Me-tamorphosen nach F. Turchi: Giacomo Franco fec. töllft, 8., dann dieBilder aus Tasso's befreitem Jerusalem nach B. Castelli. Genova 1590,fol. An diesem Werke hat auch Agostino Carracci Thcil. Ein grossesHauptblatt ist auch jenes mit Christus am Kreuze und Heiligen am Fussedesselben. Dann finden sich auch viele Bildnisse von ihm, fast immermit dem Namen des Künstlers versehen. Jenes des General Francesco