Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
251
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AE. Nr. 473 — 475. 251

und dieselbe. Dem Hicronymus/ werden indessen die meisten Copiennach Dürer zugeschrieben. Mit dem Geburtsjahre 1549 stimmt dieschöne gegenseitige Copie des christlichen Ritters mit Tod und TeufelB. No. 98. Man liest darauf AE. 15, und im Tiifelchen 1564-. Diessist auch mit der Copie der von zwei Engeln gekrönten Maria, B. No.35der Fall, indem sie: AE- 14. 1563 bezeichnet ist. Ein Gleiches ver-hält sich mit der Copie des grossen weissen Pferdes B. No. 97, welchemit AE. 15. 15m versehen ist.

Es kommen indessen auch Blätter vor, welche auf ein Geburtsjahrvon 1553 oder 1554 schliesscn lassen. Diese sind vielleicht von AntonWierx, dessen Geburtszeit man um 1550 setzt. Indessen wäre der Fallmöglich, dass erst später, vielleicht in der Offizin des J. C. Visscher,jene Platten bezeichnet wurden, welche ohne Monogramm und Jahr-zahl waren. Bei dieser Gelegenheit könnte leicht ein Irrthum stattge-funden haben.

Schliesslich bemerken wir noch, dass sich ein etwas späterer Mei-ster eines ähnlichen Monogramms bedient habe, über welchen wir imvorhergehenden Artikel gehandelt haben. Im Künstler - Lexicon XXI.S. 396 ff. findet man ein reiches Verzeichniss der Blätter der Meister Wierx.

473. unbekannter französischer Meister, welcher in der ersten/T „. Hälfte des 18. Jahrhunderts thätig war. In der bei J. Odieuvrc

lnx> 1755 erschienenen L'Europe illustre sind nach ihm von Gail-lard, M. Aubert, E. Fessard, Fiquet, Sornique &c. Bildnisse gestochen.An das Monogramm schliosst sich der Buchstabe /'. oder p., so wiedie Abbreviatur Pinx. Den Namen des Zeichners kennen wir nicht.Er hat nur Originalbildnisse aus dem 16. Jahrhundert copirt.

474. Dieses Zeichen gehört einem deutschen Künstler an, welcherVi ' 7E" in der alten fränkischen Schule seine Studien gemacht zu

-*JLj,./ij haben scheint. Er war Maler und Formschneider,Wenigstens eines von beiden. Man findet Holzschnitte mit diesem Mono-gramme, schöne Blätter, welche mit jenen des bekannten NürnbergerMeisters Erhard Schön zu vergleichen sind. Das erste Zeichen kamuns auf einem Blatte mit Christus am Kreuze zwischen Maria und Jo-nannes vor. Die Figuren sind sehr gut gezeichnet, und der Einflussdes A. Dürer ist unverkennbar. Der Grund des Bildes ist weiss, nurunten ein landschaftlicher Hoden angedeutet. II. 5 Z. 3 L. Br. 4 Z. 2L.Das zweite Zeichen fanden wir auf einem Blatte mit der in einer Land-schaft sitzenden Madonna mit dem Kinde, zu welcher eine Zeichnungdes Martin Schön gedient zu haben scheint. Auch diese Figur ist aufWeissem Grunde, nur oben sind Wolken angedeutet. H.4Z. ßr. 2Z. 5 L.R. Weigel beschreibt im Kunstkataloge No. 8517 die sehr seltene•Wte Ausgabe von Luther's Bibel, welche 1533 bei Ludwig Dictz zuLtibek erschien. Sie ist mit Holzschnitten geziert, welche ebenfallsJWen des E. Schön zu vergleichen sind, und nach Weigel einem säch-sischen Meister angehören. Einige sind mit dem Zeichen D. K. IS. 1530,andere mit dem Monogramm AE versehen. Die erwähnten Blätter ge-hören aber nicht in die Lübeck'sche Bibel. Der für dieses Werk ar-beitende Künstler bildete sein Monogramm in anderer Weise, so dasswir es unter EA geben müssen.

475. Antonio Tempesta bediente sich zur Bezeichnung seiner ra-TC'-jg dirten und gestochenen Blätter verschiedener Mono-" / *V-cVj/ -X.' grammen, so dass wir zu wiederholten Malen auf- ihnzurückkommen. Im Jahre 1555 zu Florenz geboren, war er einer derersten italienischen Künstler, die sich in der Laudschafts- und Schlachten-