Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
246
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246 ADV—AE. Nr. 457-362.

Zeichen steht auf dem Titelknpfer des „Almanaco universale sopral'Anno 1686 del gran Pescatore di Chiaravcllc." Milano etVenczia 1686.Dieses Blatt ist wahrscheinlich von einem italienischen Meister gestochen.

457. Ary de Vois oder Voys, Maler, wurde 1641 zu Leyden gc-yO >» boren, und von Knupfer nndA. van den Tempel unter-

JTT\ l richtet. Er nahm indessen den F. Mieris zum Vor-i/xß* T ' bilde, und malte in der Weise desselben kleine Ca-«^ binetsstücke, welche äusserst zart behandelt sind. AuchBildnisse finden sich von ihm, gewöhnlich in kleinem Formate aufKupfer. Seine Werke sind nicht zahlreich, werden aber sehr geschätztund theuer bezahlt. Sie finden eine Stelle in den vorzüglichsten Gal-lerien, besonders die Bilder aus der letzteren Zeit des Künstlers, welchevon grösserem Farbenreize, und mit aller Delicatesse gemalt sind. DerVortrag ist nicht selten kokettirend süss.

Das Todesjahr dieses Künstlers ist unbekannt. Descamps III. 118,und Immcrzeel III. 203 geben Nachrichten über ihn, sowie sich derenauch im Künstler-Lexicon finden.

458. Ary de Tols behauptet den vorhergehenden Artikel, und dahera -w-^Y y machen wir hier nur auf eine Varietät in der Bezeich-

f\ 1 jV/ois, nung seiner Werke aufmerksam. Der gegebene NameJ. W* * ' steht auf einem höchst delikat gemalten Brnstbildc

einer Dame. Er soll auch Gemälde mit ADV. allein bezeichnet haben.

459. Adrian van der Wilge soll nach Brulliot II. No. 55 Kupfer-* fj. _ y stiche auf solche Weise bezeichnet haben. Wir kennen

-*^>. /). W. nur ein einziges Blatt, nämlich die Ansicht des Portalsder St. Lievenskcrk in Zicrikzee, welche aber mit dem Namen „A. v.Wilge sc." bezeichnet ist, gr. fol. Die holländischen Schriftstellernennen den Künstler van der Willighe und van der Willigen.Er lebte in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, und ist wahrschein-lich nicht Eine Person mit dem Medailleur A. van der Willi gen, aufdessen Geprägen die Initialen A. V. I). W. stehen. Im Münzwerk desvan der Loon sind Abbildungen derselben.

460. Anton de Waard, Zeichner und Maler, wurde 1689 in Gravcn-y\ -TN ^\jO TT* 8° geboren, und von Simon van der Does

^\. , Jj. /»' "• unterrichtet. Er malte Portraite, historischeDarstellungen und Landschaften. Im Haag fanden sich auch Tapetenund Supraporten von Waard gemalt. Obige Initialen findet man aufZeichnungen. Eine solche im k. Gabinet zu München stellt einen amBoden sitzenden zwerghaften jungen Zeichner dar. Hinter ihm auf derStaffelei steht ein Gemälde mit einer nackten weiblichen Figur, welcheein Kind hält, anscheinlich der junge Bacchus. Diese schöne Zeich-nung ist mit schwarzer Kreide ausgeführt, und mit Rothstein gehöht.

461. Jost Amman von Zürich soll nach Christ, Monogr. Erkl.» I y S. 83, zuweilen mit diesen Buchstaben gezeichnet haben. Heller,AdA. m. L. S. 15, spricht dieses entschieden aus, während Brulliot II-No. 56 versichert, nie ein Blatt mit AdZ. gesehen zu haben. Es findetsich auch keines. Die Quelle, aus welcher Christ schöpfte, war unsicher-

462. Adrian Thomas Keij? Das grössere Zeichen legt Bartsch|P. gr. IX. p. 406 einem unbekannten deutschenI Meister bei, welcher in der zweiten Hälfte des

16. Jahrhundertl gelebt hat. Man findet es auf

Holzschnitten in Helldunkel von drei Platten, da

I aber Heller, Monogr. Lex. S. 15, das Monogrampi

I auch schwarz gibt, so könnte dasselbe auch i°

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