Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
224
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224 AD. Nr. 384 — 385.

384. Achille Deveria, Zeichner und Maler zn Paris, Engen's ältererpf\ Q\ Bruder, ist durch eine Menge von Vignetten und anderen

dJ$-',Jl) Illustrationen bekannt, wozu er die Zeichnungen gelieferthatte. Auch eine grosse Anzahl von Lithographien förderte der Künstlerzu Tage. Man findet deren in folgenden Werken:

Illustrations des Romanciers, Poötes et Historiens les plus remar-quables des tous les Pays, earacteres et portraits des femmes, dessin.et lith. par Achille Deveria. Paris, Janct. Dieses Werk erschien inHeften mit 4 colorirten Plättern, gr. 4.

Contes de Lafontaine, dess. et lith. par A. D6v6ria. Dieses Werkerschien ebenfalls in Heften, 4.

Recueil de portraits d'aetriecs de prineipaux Thcatres de Paris,dessinös d'aprcs nature et lith. par H. Grevedon et A. Deveria. Paris1830, 33, gr. fol. — Dazu gehört das von Deveria lithographirto Bild-niss Grcvedon's, gr. fol.

Galerie historiques des femmes. Portraits des celebritös de tousles genres et de toutes les öpoques, par A. Deveria. 3 Hefte, jedeszu 6 Blättern; Paris 1833.

Walthor Scott. Scönes du Chäteau de Kenilworth par A. Deveria,6 Blätter. Paris (1837), gr. fol.

Eine Folge von 6 Blättern, welche Mütter mit Kindern vorstellen, fol.

Durch diese Werke lernen wir den Künstler als Zeichner und Li-thographen auf die vorteilhafteste Art kennen. G. Mailo, Hurliman,Swebac u. A. haben nach Gemälden Devcria's in Mezzotinto gestochen.In einer neuen Ausgabe des Rebelais sind Vignetten nach seinen Zeich-nungen gestochen. Holzschnitte und Stahlstiche nach A. Deveria, T. Jo-honno.t und .1. Grandville sind in den Oeuvres choisies de Boilcau —Paris 1839, roy. 8. Auch in der illnstrirtcn Ausgabe der Contes etNouvellcs de La Fontaine. Paris 1838, roy. 8., sind Beiträge von un-serem Künstler. Des Monogramms bediente er sich in seiner früherenZeit häufiger, als später.

Schliesslich machen wir noch auf einen Original-Krcidezcichnungs-Stich aufmerksam, unter dem Titel: La petit soeur de lait, fol.

385. Johann Adam Delsenbach, Zeichner und Kupferstecher, geb.g\ zu Nürnberg 1687, gest. 1765. Dieser Künstler war einige Jahre

J*-' Hofkupferstccher des Fürsten von Lichtenstein in Wien, und stachdaselbst 1719 vier Ansichten der Stadt, wobei immer ein Hauptthorhervortritt, qu. fol. Auch sein eigenes Bildniss, und jenes des Anti-quars und Numismatikers C. G. Heraus hatte er zu Wien in Kupfergebracht, fol. Nach Nürnberg zurückgekehrt arbeitete er anfangs fürdas Bibelwerk von Scheuchzer, und stach auch einige Blätter nachDecker. Darunter erwähnen wir eine hl. Familie, und vier Blätter mitArabesken, welche zu den Seltenheiten gehören. Besonderen Ruf er-warb er sich aber durch seine Prospekte von Nürnberg, qu. fol. Dererste Theil erschien 1715 vor seiner Abreise nach Wien, der zweite1716, und der dritte 1725. Die erste Ausgabe hat nur Delsenbach'sAdresse. Die Platten der beiden ersten Abthoilungcn kamen später i' 1den Besitz des Joh. Christoph Weigel, jene des dritten Theiles lagenaber einige Zeit versteckt, bis sie endlich die Wirsing'schc Kunsthandhing wieder abdrucken Hess. Ein Verzeichniss dieser Prospekte gibtC. G. Müller: Verzeichniss von Nürnberyischen Kupferstichen und Boli-schniltcn S. 46. Sie belaufen sich auf 111 Blätter.

Der grösste Theil der Stiebe dieses Künstlers ist mit dem Namenbezeichnet, nur wenige tragen das Monogramm. Er bediente sich aucheines aus HAU oder IAD bestehenden Zeichens.