Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
137
Einzelbild herunterladen
 

AC—ACB. Nr. 305 — 308. 137

Bartsch XVIII. p. 142, No. 229, beschreibt dieses Blatt. DieselbePrinzessin hat A. Carracci auch für Antonio Campi's Cremona fcdelis-sima gestochen, aber mit Umschrift um das Oval, und ohne dessenNamen. Die Platte hat in der Wiederholung die ovale Form, jenezum obigen Bildnisse ist aber eckig.

305. Agostino Garracci erscheint hier unter einem Namen, welcherA Cnrr -rn f n " r ausnahmsweise vorkommt. Man findet einenJ\. LuruZÜ. j. Kupferstich von seiner Hand, welcher einen gros-

A. Caraz inuenl.**» fc.V*?Ä5! fä ' i .» ks .^ ric ' lteteI \ Hu " d

vorstellt. Das Ihier sitzt in einer Gegend ohneVegetation, man bemerkt aber ein Sehloss auf dem Felsen. Rechtsunten steht: A. Caraia f. H. 4 Z. 10 L. Br. 4 Z. 6 L. Dieses Blattbeschreibt Bartsch XVIII. p. 149, No. 259, mit der Bemerkung, dasses nur im zweiten Drucke mit dem Namen Caraza versehen sei. Manhat es aber wahrscheinlich nur auf das Ansehen des Contc Malvasia hinals Werk des Agostino bezeichnet, indem derselbe sagt, der Hund seijener des A. Carracci. Das Blatt scheint grösstenteils mit der kaltenNadel ausgeführt zu seyn, in einer Weise, wie sie bei A. Carracci un-gewöhnlich ist. Gleichzeitig ist der Stich jedenfalls.

Ein zweites Blatt, welches hiev zur Sprache kommen muss, stelltdie hl. Jungfan] mit dem Kinde in den Armen vor. Letzteres hält einenApfel in der linken Hand. Links im Rande steht: .1. Caraz inuent., rechts:„Raphael Sudeler f'oeit Monaehy 1593." In Mitte des Randes: JVVENIQVEM DILIGET ANIMA MBA., 8. Dieses Blatt ist nach Agostino copirt.

306. A. CAR. IK)N: 1 567 steht auf einem meisterhaf-ten Bilde in der Gallerie Camuccini zu Rom, welches dem AnnibaleCarracci zugeschrieben wird. Es stellt einen Mann in mittleren Jahrenin schwarzem Gewände in einer Landschaft knieend vor. Dem Zu-schauer zugewandt ist er in der Stellung eines Betenden. Man glaubt,es sei diess das BHdnill des .Tulius Caesar della Scala, des berühmten,auch unter dem Namen Scaliger bekannten Gelehrten. Dieses ist zuverneinen, indem J. C. della Scala 1558 starb, und also lange vor 1567gemalt seyn müsste. Ks deutet aber auch die etwas verwischte In-schrift des Gemäldes nicht auf diesen Mann. Man liest nämlich :

IVLI1 CAE. DE . . T . . IS . EFIGIESA. CAR. BON . . . 567.Die Zahl 6 in 1567 ist aber nicht deutlich, sondern (im unvoll-kommenen Stande) wie o geformt, man kann aber (i lesen, da ein Werkvon 1507 nicht anzunehmen ist. In keinem Falle ist Annibale Carraccider Verfertiger des Gemäldes. Kr wurde bekanntlich 1560 zu Bolognageboren, und müsste das Bild als Knabe gemalt haben.

307. Mit dieser Bezeichnung findet man eine Copie der Anbetung

Ap der Hirten von Annibale Carracci, is. XVIII. p. 181 No. 2.

.Cfl T *\ Das Original ist im ersten, seltenen Drucke ohne Namen.im zweiten steht links unten : Annibal Carotins fecil et inue. Die schönegleichseitige Copie ist nur: A. Carr. bezeichnet. H. 3 Z. 11 L. Br. 4Z. 9 L.A. Carr. in. steht auf einer Radirung von Mignard, welche denTriumph des B acchu s vorstellt, nach einem zweifelhaften Blatte vonAnnibale, B. XVIII. p. 194. Die Copie ist in gr. qu. fol.

308. Annibale Carracci Bolognese ? Dieses /(neben steht auf einem/^V radirten Blatte, welches den Täufer Johannes vorstellt. Er

A Jf-Aß sitzt in einer Landschaft nach rechts gewendet, und bei ihm-A—T A liegt das Lamm. Rechts unten am Steine ist das Mono-gramm. H. 4 Z. Br. 5 Z. 10 L.