Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
103
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ABW. Nr. 255—257. 103

Abraham de Weerdt, oder ein unbekannter Forin-schneider. Man findet dieses Zeichen auf einer Vignette,in welcher ein grosser stierköpfiger Flussgntt. vorgestellt ist.Bin änderet Blatt mit diesem Zeichen, ebenfalls in Vignetten-torm, ist in Emhof's llistoria [taliae et BlspaaiM genealogica. Norin-bergae 1701. A. de Weerdt arbeitete indessen von 1 (»3(» — 1680 inNürnberg, und wenn die Vignette bei Imhof nicht sebon in früheren

Werken vorkommt, so kann A. de Weerdt der Verrertlger nicht seyn.

256. Abraham Willaerts soll nach Brulliot I. No. IG« der TrägeryD "\^yj des ersten Zeichens seyn. Brulliot zog diese Nachricht aus^Ijfrf. einem handschriftlichen Notlaenbuchs des Mr. Hasard,i welcher dabei auch bemerkt, dasi das Monogramm auf

f\ I "\"y/" Zeichnungen mit der .lahrzahl 1637 vorkomme. Der-i Jb. Vv • Zeichner und Maler Abraham Willaerts war der Sohn088 Adam Willaert, welcher unter den Initialen AWF. seine StelleBadet. Nach der gewöhnlichen Angabe wurde dieser Abraham WillaertsJG13 zu Utrecht geboren, und von Jan Bylaert unterrichtet, bis er inI aiis nnler Simon Vouct seine weitere Ausbildung verfolgen konnte.Mach der Rückkehr in's Vaterland soll der Graf Moriz von Nassauj*in Augenmerk auf ihn gerichtet, allein der Künstler es vorgezogenIndien, als Soldat auf der Motte nach Afrika sich einzuschiffen, wo erInteressante (legenden mit Bceneo ans dem Volksleben, Ansichten vonHafen und Buchten mit Schiffen, und das Treiben der Eingebornen inZeichnungen darstellte. So behauptet wenigstens Descaropi I. 2. p. 212,OM berichtet noch weiter, dass Willaerts spater in Brüssel für den''raten Moriz gearbeitet habe, bis ihn endlich der berühmte BaumeisterJakob van Campen nach Atnersfoort berief, wo er nach Decamps Ver-sicherung 1660 noch thätig war. Diese Geschichte erzählt auch Im-^erzeel, fügt aber noch weiter bei, dass der Künstler 1671 zu Utrechtgestorben sei.

Aus dem, was oben gesagt ist, könnte man schliossen, dass Abra-MD Willaerts Marinemaler gewesen sei, und es tritt auch jedenfalls' ln A. Willaerts als solcher dem Adam Willaerts oder Willarts gegen-über auf. bis lebten zwei Künstler Namens Abraham Willaerts, und"er altere von diesen war Historienmaler, nämlich der Träger desgegebenen Monogramms, Emmerzeel, De levens 4c. IIb p. 236, nennt~n Adam'g Sohn, allein dieser Abraham Willaerts sen. wurde 1624

Mitglied der 8t Lukasgilde in Utrecht, während der jüngere Meister«eses Namens 1618 erst das lacht der Welt erblickte. Bei seineraufnähme in die Gilde überreichte er ein, Gemälde, welches die Leiden

ae S Job vorstellt. Ks wurde im St. HiiWsgasthuis aufgestellt.

Das zweite Zeichen fanden wir auf einem Bildnisse in Kreide,

welches einen Mann in der holländischen Tracht des 17. Jahrhunderts

"''Stellt. Der Zeichner könnte ebenfalls Abraham Willaerts seyn, wenn

weht Abraham Wuchters dafür einsteht. Dieser Künstler begab sich

to«? '"'''' "'•'"' '"' ( v| 'incui Schwager Carl van Mander jus. nach Dftne-

v 1 "'^, und malte viele Bildnisse. Kr bediente sich indessen auch eines«Miogramms, welches das W in dein gothischen A zeigt.

*5». Abraham Waesberge erscheint hier mit seiner Adresse alsJfk \Af oß C Kunsthändler, nicht als Kupferstecher. Er war•-W-WatMer. &XC,. „ m i«30 — 1650 im Haag thätig. Auf mehreren. u Hlätteru aus seinem Verlage stehen die Initialen

so'b CX ' , '""' : ""''' 1 ' 1 ' sn "' ">' f l ' 1 ' 1 ' Adi'esse in gegebener Weise *•(•^ Cn ' wie die Radirungen des Peter Quast und anderer Meister. Den'»stsanunlern ist aber diese Adresse nicht immer erwünscht, da sie

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