Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
102
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102 ABS-ABV. Nr. 250-254.

250. Andreas Scheyts oder Scheits, Maler und Badircr, welcher»^ ff um 1680 als Hofmaler in Hannover starb. Bildet liier einenf9lV Nachtrag zum Artikel im Künstler- Lcxicon XV. S. 172. Das.TTKT gegebene Zeichen stellt auf einem Holzschnitte, "welcher gut ge-zeichnet, aber etwas roh ausgeführt ist. Dieses Blatt stellt einenSackpfeifer und einen Hornbläser auf der Bank sitzend vor. Rechtsbemerkt man Bacchus auf dem Faste. H. 4 Z. 7 I;. Br. 5 Z. Börnerund Weigel erklären dieses Blatt als Originalholzschnilt des AndreasScheyts. Im Künstler-Lexicon haben wir nur railirte Blätter verzeichnet.

251. Abraham Steenwyck, Maler von Breda, war um 1660 — 1670/£> Q thätig. Er malte sogenannte Slillleben , meistens Embleme

./ V) .i3. auf den Tod, und die Vergänglichkeit des Irdischen. Inder Gallerte zu Gotha Ist eil Bild mit dem gegebeneu Monogramme,und der Jahrzahl 1661. Auf dem Tische steht ein (Holms, ein Todton-kopf und eine Sanduhr, und auch die Bibel ist, aufgeschlagen. Einanderes Gemälde mit dem Monogramme und der .lahrzahl 1 (>(>(> ging1857 aus der Sammlung des lian<|iiior Michael Wollf in Berlin in an-dere Hände über. Es ist diess ein gemalter Frühsfücktiscli mit Austernund Wein. Die Mehrzahl der Werke dieses tüchtigen Künstlers scheintanbezeichnet zu seyn.

252. A. B. S. zeichnete der Kupferstecher Anton Birkhart von

Augsburg ein Blatt, welches Christus vorstellt, wie er die fünftausendMenschen speiset. Dieses Blatt ist auch mit 7/ S i (Hans Spitzer inv.)bezeichnet, 4.

Birkhart Hess sich in Prag nieder. Dlahacz verzeichnet 242 Blättervon seiner Hand. Er starb 1748.

253. A. Wich. f. Adam von Bartsch bezeichnete mit dieser Ab-

t ii,,,i brovialur einige der von ihm radirlen Blatter,

/!. BUCH. btup. ahrM . jn (1( , 1 , n sl , iucrZe i t üblichen Kursivschrift,

so wie No. 177 gegeben. An dieser Stelle ist auch ausführlich überdiesen Künstlei' berichtet.

254. August von Bayor, Maler, wurde 1804 zu Rorschach amTTT~% _1 Bodenaee geboren, und widmete sich anfangs mit Vor-

/ 1 ^ /f^ Uebe der Architektur, welche er unter WeinhrennerX l-J -£-Lj in CarlSruhe| dann in Baris unter Durand und Leroi

\f V studirte. Von 1828 an pllogfe der Künstler das fach

der Architekturmalerei, und gründete hierin ausgezeichneten Ruf, da

sich seine Arrhitcktiirbildor auch durch eine geistreiche und lebendig«'Staffage empfehlen. In letzterer Zeit malte er auch historische Dar-stellungen, bei welchen die Architektur eine untergeordnete Stelle bc-hanptet. Ein Hauptwerk dieser Art ist der Tod des hl. Bruno inziemlich kleinem Formate. Andere Bilder gehören dem Genre an.

A. von Bayer bezeichnete mehrere Gemälde in Oel und Aquarellmit dem Monogramme, auch noch in der neuesten Zeit. - Schnell stachnach ihm die Ansicht, des Ministers in Stra.ssburg, dann jene des Dom«*in Freiburg, auch ('. Bauch stach eine Ansicht der letzteren Kirch«'Von F. Hohe, F. llanfstängol und .1. S. Tri'mdlin haben wir lithogra-phische Nachbildungen von Genrebildern dieses Meisters. Im Albumdeutscher Künstler, Düsseldorf 1839 ff., ist eine Originalradirung.

A. von Bayer bekleidet seit etlichen Jahren die Stelle eines Kon-servators der archäologischen Sammlungen in Carlsruhe. Fr ist auchgrossherzoglich badischer Hofmaler.