AB. Nr. 146. 65
''essen ein Abdruck mit einer früheren Schrift vorhanden zu seyn.Vgl. lt. Weigcl, Kunstkatalog No. 11,173. II. 9 Z. 9 L. Br. UZ. 5 L.l'ann linden sich auch viele lithngraphirte Blatter nach Brouwer, dieschönsten in den Werken der Gallerien zu München und Dresden.
Eigenhändige Itadirungen des Meisters.Bartsch widmet diesem Künstler keinen Artikel, es finden sich abermehrere Blätter, deren Aufschrift auf Brouwer als Verfertiger deutet.*^ n ige dürften ihm sicher angehören, andere aber sind zweifelhaft.Wir geben hier ein Verzeichniss, da sich anderwärts keines findet.Jni Namen sind die Buchstaben AB. wie oben gegeben.
1) Der buckliebte Maler vor der Staffelei sitzend, mit einer breiten■Mut/p auf dem Kopfe, so dass er einem alten Weibe gleicht. Rechtsai 'f dem Korbe neben ihm ist ein bucklichtes Kind mit dem Kläschchenyom Bücken gesehen, Links reibt einer der beiden Knaben Farben.Unten in zwei /eilen: Wat dat ick doe mit lust &c. Links: MnthamWcud. Höchst geistreich radirt, einigennassen an Ostade erinnernd."■ 5 Z. 8 L. Br. 7 Z. 2 L. Band 10 L. — In der Sternberg'schenAuktion wurde dieses seltene Blatt mit 10 Thlr. bezahlt.
2) Büste eines Mannes, welcher einen rundbanchigen Krug an die»rnst drückt. Kr hat einen grossen Stilphnt auf dem Kopfe, und ist"ach links gerichtet. Links oben steht: ABrauer. 1I.5Z. 6L. Br.4Z.5L.
3) Büste eines Mannes mit Kchmnlkrämpigem Hute, welcher mitJwr Linken ein Blatt oben an der Brost hält, und mit weit geöffnetem,Weitem Munde singt oder schreit. Oben steht: ABrauer. H. 4 Z. 4L." r -3 Z. 4 L. — Diese beiden Blätter sind geistreich, und ziemlieh breitra dirt. Man erkennt die Hand eines Malers, wohl jene des A. Brouwer.
4) Der Bauet mit dem Kruge auf der Bank schlafend. Bcchts im'■runde sind drei fröhliche Hauern am Tische, und rechts vorn am«ande steht: ABrouwer. II. 5 Z. 7 U Hr. 4 Z. 11 L. — Dieses öfterv °rkommende Blatt, welches dem A. Brouwer zugeschrieben wird, dürfte8Bch It. Weigel von P. Nolpe nach Brouwer's Zeichnung gefertigetSJBi Es ist geistreich radirt, und mit dem Stichel leicht übergangen,"loos van Amstel hat dieselbe Compositum in Tuschmanier Begeben.
, 5) Die halbe Figur eines Mannes mit grossem Hute, einen Krug''altend. Auf dem 'fische vor ihm steht eine Schüssel und eine Gluth-luaiino, und daneben liegt ein Brot und die Pfeife. Links im Rande:A «rouwer in., rechts: F. V. W. exeud. II. 3 Z. 5% L. Br. 3 Z.
6) Die halbe Figur eines Bauers mit zwei Federn auf der Mütze,ini Begriffe, sich von dem Ungeziefer zu befreien. Auf dem Tische vor
1,11 steht, ein irdenes Kohlenbecken, und dabei liegt die Pfeife. Links""teil ist das Zeichen AB. II. 3 Z. 6 L. Hr. 3 Z. — Die BlätterJ ^°- •'> ii. 6 werden im ('atalog Kigiil dem Hrouwcr zugesehrieben.
7) Der Hauer, welcher (leid zählt, halbe Figur. Er sitzt in Profiluich rechts gewendet, und an seinem spitzen Hute steckt die Pfeife.
^''f dem Tische neben ihm liegen zwei Geldstücke. Oben links:Alf rauer. II. 5 Z. 8 L. Br. 4 Z. 4 L. — Dieses Blatt ist breit radirt," n d hie und da, unter dem Hute und in den Haaren, verätzt.,. 8) Die halbe, Figur eines Hauers mit Stilphnt, welcher ihm überi".° Augen herabfallt. Er hält mit beiden Händen einen grossen Topf.| J "iks oben: ABrauer. II. 5 Z. 7 L. Br. 4 Z. 4 I;. — Dieses Blatts t im Machwerk dem Obigen gleich, und beide werden im Catalog RigalMn Brouwer beigelegt. Die Radirung ist kräftig und geistreich, under räth jedenfalls die Hand eines Malers.
9) Die halbe Figur eines Bauers in % Ansicht mit einer Art Pelz-mütze auf dem Kopfe, nach links gewendet. Er scheint in der Hand