Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
61
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AB. Nr. 137—138. 61

"ml hinsichtlich des zweiten eopirte der jüngere den älteren Schrift-steller. Wir haben das erste Monogramm MI keinem Blatte der Bols-Wert gefunden, das /weile wurde aber aus dem dritten vergrössert.»1 sielit öfters vor dem Namen Bolswort, und ist also kein eigentliche*

Monogramm, welches allein vorkommt.

137. Antonio Blado gründete um 1547 in Rom eine Druckerei,und bediente sich als Adresse einer in Holzgeschnittenen Vignette, welche im Oval einengekrönten Adler mit ausgebreiteten Elfigelnzeigt. Links in ballier Höhe stellt das ersteMonogramm im Tafelchen. II. 3 Z. 5 L.Hr. 2 Z. 7 \j. Blado könnte früher zur Zunftder Kormsclmoidor gezahlt haben, deren meh-rere zuletzt Druckereien eri'iebtcten. Ks ist,

Wer zweifelhaft, ob ihm das zweite Zeichen angehöre, welches durch»M Messerchen einen Formschneider documentirt, Nacb Christ (Monogr.-Erklärung 8. 76) findet man es auf Holzschnitten mit biblischen Figuren,jelche um 1580 zu Venedig erschienen, ('brist spricht sieb in dieserHinsicht entschieden aus, und somit wird er Blätter dieser Art gesellenbabeii, obgleich wir eine anderweitige Kunde nicht haben. DamaligerZeit lebte aber in Venedig auch ein Kormscbncider A. Bolzctta,Welcher zugleich einen Kunstverlag balle. Das Kreuz im Monogrammedeutet jedenfalls auf einen Verleger, SO wie das Messer auf den Form-Schneider. Ein anderer last unbekannter Xylograph ist A. Beleno.Kiu äusserst seltenes Blatt dieses Meisters stellt nacb Parmigianino'sZeichnung den Apollo vor, wie er die I'ylbiscbe Schlange tödtet, 4.Beleno dürfte um 1560—1570 gelebt haben, ob aber ihm, oder demA. Bolzctta das Zeichen angehöre, bleibt dahingestellt. Znlelzl haben wirz *ei Künstler eingeführt, über welche bisher die Kunstgeschichte schwieg.

138. Alexander Betou, Zeichner und Kupferstecher von Fontai-

j-r-s nebloau, war um 1647 thätig, und verdankt, seinenJy* _ÄS /TP) ""* w0 ''' n,,r grösstontlieils der Seltenheit, seiner» W ' i Blätter. Man nennt ihn gewöhnlich Antoinc Be-ton, da Mariette picht beachtet wurde, welchem aber Robert-Dumesnil*■ gr. fr. VHI. p. 225 beistimmt. Der genannte Schriftsteller beschreibt93 Blfttter von Beton, alle nach Malereien von l'rimaticcio in der Gal-lerte Heinrich II., und in der (Jallcrie des Ulysses im Sshlosse zu•Ottainebleau. Nur wenige Blfttter sind anonym, alle anderen tragenentweder den Namen oder das Monogramm. Vollständig findet man sieS( 'hr selten, und was vorzüglich ihren Werth sichert, ist, der Umstand,( ' ;is s sie allein die Cnmpositiiinen jener längst, verschwundenen Male-re ien festhalten. Nur zwei Bilder sind ausserdem gestochen. Die beidenersten Zeichen fanden wir auf den Blfttetrn, welche im k. Cabinete zu-München aufbewahrt, werden. Das dritte gibt, Brulliot I. Nu. 161, und dannm Wiederholung noch grösser. Heide Zeichen sollen auf Blättern mitMythologischen und ländlichen Scenen nach l'rimaticcio vorkommen,"'r fanden keines derselben, und auch Robert-Dumesnil gibt, nur dase rst,e Monogramm.

Die Blfttter dieses Meisters sind zu Folgen vereiniget. Nur wenigeerschienen einzeln. Zu seinen schönsten Arbeiten gehören zwei kleine'"älter dieser Art, wovon das eine den Knbinerrauh, das andere Amor!","1 Diana nach l'rimaticcio vorstellt. Die Folgen haben Kolioformaf.^■r geben hier nur die Titel an.

I) Qallerie des | Peintures, qui sont dans la | Salle du Bai ä*°ntame - bleau, peintes par St. | Martin de Bologne, commeneees