Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
53
Einzelbild herunterladen
 

AAMF—AAP. Nr. 1*6 —120. 53

HO. Herman Müller, Zeichner und Kupferstecher von Amsterdam,AA/C AJ/ Wllr Schüler vou "• ( >oltzius, schloss sich aber- C »V t! JriCi später in Italien an C. Cort an, and lieferte eineMT F \ÄT V bedeutende Anzahl von Blättern in der Weise des--T; ■''f.JYSi, '^.selben. Ein grosser Tlieil ist nach M. Hoomskork,•'; Stradanus, M. de Vos , Th. Barontsen, II. Goltzius, 1!. Spranger,'«"•nelis van llarlem, (!. van den Broeck, 0. Kettcl, .T. Floris u. s. w.gestochen. Die froheren Blätter erschienen im Verlage des Hicronymusr°. c * i später gründete er eine eigene Verlagshandlung. Seine Thätig-* fi lt fällt, um 1560 — 1580.

. H. .Muller bediente sieh verschiedener Zeichen, aus den obigenw ."'d man aber bei oberflächlicher Betrachtung die Initialen des MeistersWeht herausfinden. Das Monogramm scheint in dieser Form eher ausjjSD Buchstaben AAUVF zu bestehen, der Künstler wollte aber durch( jen Querstrich das II andeuten, so dass IIMV zu lesen ist. Auf an-1 [Wen Blättern ist an das V noch das I, gefügt, wodurch die erste Kylbejfes Namens, nämlich MVL , ausgedrückt ist. Der Künstler nennt sichj*St immer Muller, sehr selten Müller. Unter MVFL wird zur sicherenwientkung der Stock wiederholt eingesetzt.

«'. Unbekannter sächsischer Maler um 1654. Diese Buchstaben^f / iiS entnahm Iirulliot II. No. 11 dem Monogrammen-Lexiciui*^ von Heller, und konnte, wie jener, keinen BescheidReben. Man findet sie mit dem Beisatze: pictor, auf einem von''°h. Caspar Höcknor gestochenen Bildnisse des Churfürsten Johann«eorg von Sachsen von 1654.

118. A. Alex. del. \ zeichnete Alexander de Alessandris, oderA AI • 1 t\ 1 I *' Ubelesqui, welcher 1649 zu Paris ge--«. A.ieX(M(l. UCl. | boren wurde, und 1717 als Professor der

Akademie daselbst Starb. Wir haben im Künstler-Lexicon über ihnRSnandelt, und einigt' Kupferstiche nach seinen Zeichnungen und Ge-mälden aufgezählt. Auf solchen ist obige Abbreviatur.

119. A.. a lotlder. ex. liest man auf Blättern aus dem Ver-la ge des Assuerus van Londerseel, besonders auf jenen, welche Nicolaus•Je Brnyn gestochen hat. Dieser Meister bediente sich auch einesMonogramms, welches unter AI. vorkommt.

120. Dieses Zeichen gehört einem italienischen Meister an, wahr-fit p scheinlich dem Andrea di Luigi (A. Aloisii), genannt 1 lngegno,£**■ 1 über welchen wir im folgenden Artikel ausführlicher handeln.x ' r - E, Förster (Kunstblatt 1837 S. 94) macht auf ein Gemälde in der«Ctunda von St. Spirito zu Florenz aufmerksam, wo eine ganze Roihen-jjlge von Bildern des D. Ghirlandajo und seiner Schule sich findet.

as erwähnte, mit dem gegebenen Zeichen versehene Gemälde ist links,

enn man dem Hochaltar zugeht, und von ausnehmender Schönheit.

5* Stellt die Madonna auf dem Throne dar, eine liebliche Gestalt mit

"*m sanft und lebendig herausblickenden Kinde. Um den Thron sitzen die

eihgen Laurontius, Stephanus, jugendliche nestalten von rafaelischer

ndung, dmm Johannes Kvangolista und St. Bernhard. Zeichnung und

cebnik des Malers sind ganz vollendet, Haare und Gewandung höchst

geschmackvoll geordnet. Auch die Formen und Verhältnisse sind schön,

, ll leisem Beigeschmäcke des Sinnlichheitern und Natürlichen. Am

lr <nie ist das Monogramm, und überdiess trägt das Bild auch noch

aiV a i hl A. D. MDV. Diese Zeit passt ganz für l'Ingcgno, und

ucn das Monogramm kann Andreas Aloisii Pinxit bedeuten. Selbst

"•onogrammlslen. 9