Juni und Juli 1715. 85
Nation an dcn Landrath statt finde. Da aber nach einer Oeffnung von 1K93 zwischen Albrcchr Milcö, dama-9gem Landvogt im Toggenburg, als Posscssor dieser Gerichtsbarkeit, und denen von Kronau die hohen Gerichtelammt der Lchenschaft dem Abte und dem Gotteshaus St. Gallen, als dem Oberherrn, vorbehalten sind, soU'ttot man die von Krynau zur Geduld. 8 10. K». Bern tritt dem Vorschlage Zürichs in Betreff der Be-zahlung der Garnison zu Rorschach bei. 8 12.
Man sehe auch im Abschnitte Herrschaftsangelcgeuhcitcn:
? lbt - sancrgallischc Lande.
Art. 5. 6. Organisation der Administration. Art. II. Landoögtc.
t»2.
Gemeiilt'idgenösstsche Tagsniznilg.
Frauen selb, 30. Juni bis 15. Juli 1715.
lTtaatSarctnv
^Oandte: Zürich. David Holzhalb, Bürgermeister; Johann Konrad Escher, Seckelmeister und des Raths.
Johann Friedrich Willading, Schultheiß; Albrccht von Erlach, Venner und des Raths. Lucern.Bear FrM. Balthasar, Landvogt; Franz Ludwig Pfyffer, Spendhcrr, beide deS Raths. Uri. Karl Anton^üiuincr von Braunbcrg, Landsfändrich, Landammann; Joseph Anton Püntiner von Braunberg, Landshaupr-uuun, und M-Landammann. Schwyz. Joseph Anton Reding von Biberegg, Ritter, Baron von Merveiö; GilgChristoph Schorno, Alt-Landammann. Nidwalden. Franz Jgnaz Stnlz, Landammann; Matthias Quiri-Zclger, Landschreibcr und des Raths. Zug. Beat Jakob Znrlauben von Gestelenburg, Ritter, Ammannund LandShanptmann; Johann Heinrich Jten, Alt-Ammann. GlaruS. Jakob Gallati, Landammann; JohannHeinrich Zwicki, Alt-Landammann und Statthalter. Basel. Johann Balthasar Bnrckhardt, Bürgermeister;"K'bann Rudolf Wcttstci», Deputat und des Raths. Freiburg (niemand). Solothurn. Johann Georg^Utz, Ritter, Vcnncr; Hieronymus Sury, Seckelmeister, beide dcö Illachs. Schasfhauscn. Ncichacl Senn,Bürgermeister; Melchior von Pfistcrn, Statthalter uiw des Raths. Appenzell Jnnerrhoden. Johann^i) bitter, Landammann. Anßerrhoden. Johatin Konrad Zellwegcr, Landammann. Stadt St. Gallen.Andreas Wägelin, des Raths.
i»« Nach der eidgenössischen Begrüßung wird daö Münzwesen besprochen. Man kann sich auch jetzt aus»gleiche Probe" vereinigen, sondern läßt eS bei den frühem Abschieden bewenden. Wenn fremde Gcld-^lcn in das Land kommen und ein Ort dieselben nicht probehaltig findet, soll es die andern davon benachrich-Ugen, sowie auch wenn ein Ort Geldsorten abruft. 8 1. I». Frankreich hatte seit einiger Zeit entgegen den^Kimmungen des ewigen Friedens, der BundeStractatc und königlichen Deklarationen der Arröts und Scn-U'nzen auf einige eidgenössische Waaren einen Zoll gelegt. Es wird beschlossen, ein mit dcn betreffenden Do-kumenten begleitetes Memorial dem subdclcgiertcn Herrn de la Martinicrc einzugeben; Delegierte von Zürichu»d Bern sollen ihn noch mündlich berichten und ihm Abhülfe anempfehlen. (Dieses Memorial enthält alleStimmungen über die Eremption der eidgenössischen Waaren, welche seit dem ewigen Frieden von 1516 in"nrimigfaltigen Documenten und Urteilssprüchen enthalten sind, und liegt beim Bcrncrabschicd.) 8 2. e. Zürich^nßl ein Antwortschreiben der vorderöstreichischcn Regierung svom 27. April 1715j verlesen auf die Beschwerde, daßzuwider den Zolltractatcn mit dem ErzHaus Oestrcich auf eidgenössische KaufmannSgütcr ein Zoll gelegt »verde.