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7,1 (1860) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1712 bis 1743
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Februar und März 1715.

Zweck dieser Konferenz ist die Einnahme der Huldigung in den äbtischen Landen, die Einrichtung derAdministration und die Reduction der Garnisonen.

t». Sämmtliche Pfalzräthc zu Wyl, der kleine Rath, ein Ausschuß des großen Rathcs, des Gerichtund der Bürgerschaft becomplimenticrcn die Gesandten auf der Pfalz zu Wyl. Die Bürgerschaft klagt überden Schaden, welchen ihnen der Prälat zu Fischingen durch die von ihm prätendierte Wochenmarktsgerechtigkeitzu St. Margarethen oder Sirnach zuzufügen sich bemühe. Die Gesandten versprechen, dieses Ansuchen ihre»Ständen mündlich zu hinterbringen. 8 1. I». Baron von Ramschwag kommt mit dem Gesuche um Beschleu-nigung des cuenzischcn Prvcesses ein. Es wird ihm geantwortet, es bleibe bei demjenigen, waS beide Stände des-halb ihrem Intendanten geschrieben. Dem Intendanten wird Beschleunigung des Prvcesses aufgetragen, sowie auädaß er dem Baron anzeige, daß er durch sein Betragen, auf welches man vigilicren werde, keinen Anlaß gebe»möge, ihm das Land gänzlich zu verbieten. 8 6. v. Die Garnison zu Rorschach wird den 26. Februar vo»36t) auf 60 Mann, die zu Wyl von 150 auf 12 Mann reducicrt. Der Garnisonsprediger zu Rorschach sollentlassen, das tägliche Morgen- und Abendgebet durch taugliche Soldaten gelesen werden; die deutschen Sol-daten sollen in der Nachbarschaft zur Predigt gehen, die welschen in St. Gallen; die Scelsorge wird dem Pfarre»in Heiden anvertraut. Den beiden Ständen wird anhciin gestellt, den Prediger zu Wyl zu entlassen unddem Kommandanten zu Rorschach eine Instruction zu Heben. Die Mannschaften zu Rorschach und Wyl sollen vo»den Landvögten auf gleichem Fuß bezahlt werden. Der übrig bleibenden Mannschaft soll das Land das Lich-tergcld bezahlen. 8 11- Den Antrag Zürichs, die Garnison zu Brcmgartcn zu rcducicren, nehmen BernsGesandte auS Mangel an Instruction »ck r<ztm-vlläu»i. 8 12. < » Um die Abt-sanctgallischen Lande sicher Z»stellen, beschließen beide Stände, eilte gewisse Anzahl Völker aufs Piquet zu stellen, im Kloster St. Galle»immer einen erklecklichen Vorrath an Getreide zu halten und Appenzell Außcrrhoden und die Stadt St. Galle»zu getreuem Aufsehen zu ermahnen. Letzteres geschieht in einer den 21. Februar mit Abgeordneten diesesStandes und dieser Stadt gehaltenen Conserenz. Dem Landvogt im Rhcinthal wird angezeigt, wie er sich z»verhalten habe, daß seine Amtsangchörigen im Nothfallc das Ihrige zu leisten im Stande seien. 8 13. Di»dem Baron von Thum und dessen Sohne interdicierte Habe wird auf das Ansuchen jenes frei gelassen. 8 21K. Eine Reklamation um Schadenersatz für Raub wird abgewiesen. 8 30, eine andere wegen Plünderung nachder Capitulation all rekoraiulitm genommen. 8 31. I». Abgeordnete vom Landrath im Toggenburg und von derStadt Lichtensteig wcrden nach Wyl beschicken. Den erstem wird einerseits versichert, daß man das thun werde,was zu „Aufnehmen und Conscrvation" der sanctgallischcn Unterthanen gereiche; andrerseits wcrden sie aufge-fordert, auf ihre benachbarten Lande ein wachsames Auge zu haben. Die Abgeordneten sagen das zu. Fernerwird gegen sie geahndet, daß sie der von Aarau aus an sie ergangenen Aufforderung, die dem Hof Wyl gehö-renden im Toggcnburg liegenden Gefälle zu verabfolgen, nicht nachgekommen seien. Die Abgeordneten wünsche»dieselben behalten zu können, um aus diesen Mitteln die Unkosten zu bestreiten, welche die Anstalten für dasgetreue Aufsehen erheischen. Drittens wird ihnen anempfohlen, auf Mittel bedacht zu sein, die Strcitigkcitc»zwischen dem Landrath und den Evangelischen zu Lichtensteig abzuthun. Die Abgeordneten des Landraths aberberufen sich auf den Hauptverglcich von 1710, die Erläuterung von 1711 und auf das vom Landrath de»24. Januar 1715 an Zürich und Bern abgegangene Schreiben, die Katholischen von Lichtcnstcig auf ihr z»Aarau eingegebenes Memorial. — Abgeordnete der Evangelischen zu Lichtcnstcig stellen das Umsichgreifen derAnimosität und Uneinigkeit im Lande, die Hintansetzung der herkömmlichen Hebungen vor, und beschweren sichüber das, was bei jüngster Regimentsbesetzung vorgegangen sei, sowie über die Benachtheiligung des evangelischen