September 1K13.
ditionen erfahren und geprüft, ob dieselben annehmbar seien oder nicht, und inzwischen „in ein gschefft gerathc»"'so hätte man von denselben wenig Beistand zn gewärtigen; ans allen diesen Gründen und insbesondere, >ve^die Hülfeleistung sich nicht auf die entfernten, sondern nur auf die benachbarten Unirten erstreken würde, habe»die Kleinen und Großen Räthe der Stadt Bern sich entschlossen, ehrlichen billigen Mitteln geneigtes Ohr Z"leihen, was ihres Erachtens wohl durch die angedeutete Gesandtschaft geschehen möchte; nach deren Kenntniswerden sie dann weiter sich berathen, was zu thnn oder zn lassen sei, und bei allfälliger NichteinwillignngSache so ablehnen, daß daraus keine Alteration oder Unwillen entstehen werde. — Die Gesandten von Baseiund Schasfhausen entschuldigen ihre Herren und Obern und bemerken, daß sie bewußter Ursachen wegen oh>^vorgehenden Consens der übrigen Orte in weitere Bündnisse sich einzulassen nicht ermächtigt seien, und daßihre Obern vermeinen, es sollte bei der vor drei Jahren nach reiflicher Berathung erfolgten AblehnungVerbleiben haben; da nun aber das Begehren wiederum gestellt worden sei und Zürich und Bern sich zn »e»'binden Gewalt haben, erwarten sie, sie werden sich weiter nicht einlassen, als was der Ehre Gottes und de»'heiligen Evangelium förderlich sein und gemeinem Vaterlande zn Ehre und Nnzcn gereichen werde. Sodannnoch ein anderes Bedenken aufgeworfen: Weil man nämlich nicht eigentlich weiß, worauf dieses Unionsw^gegründet, ob es allein zn Erhaltung und Beschirmung der evangelischen Religion, oder auch wegen der vielesBeschwerden, welche Fürsten, Stände und Städte im Reich dem Kaiser übergeben haben, aufgerichtet sei,wie weit sich ihr Begehren der Hülfe halber erstreke und was man dagegen den evangelischen Orten zu th>»'gesonnen sein möchte, so sollte man dem Markgrafen durch Herrn Nettich vorstellen lassen, daß, da man ke>»^genaue Kenntniß von dem Wesen und den Zweken der Union habe, die Sache einer sorgfältigen Berath»»!ibedürfe, er daher in'sgeheim das Prosect der Union den beiden Städten Zürich und Bern zukommen las!?"möchte. Beide Vorschläge, nämlich ob man eine Gesandtschaft der Unionsfürsten und Stände an ZürichBern mündlich anhören, oder, damit es „desto stiller zngicnge" und da oder dort weniger Unwillen erweke, ^schriftliche Mittheilnng des Unionsprojectes begehren wolle, werden in den Abschied genommen. I». Auf ^von Abgesandten der Stadt St. Gallen gestellte Ansuchen um Rath in Betreff der Confirmation ihrerheiten und Regalien durch de» gegenwärtigen Kaiser wird gefunden, es möge die Sache bis zn einer gewe>"eidgenössischen Tagleistnng, die anderer Geschäfte wegen vielleicht bald abgehalten wird, wohl verschoben bleibt'In dem Ausschreiben soll Zürich die Orte einladen, ihre Gesandten darüber zu instrniren.
Zu >». Bei dein Abschied (Basler und Schasfhauscr Exemplar) liegt ein Schreiben des französischen Gesandten12. September, in welchem er abräth, der Union beizutreten, namentlich unter Hinweisüng, daß sonst auch die katholnOrte das Bündniß mit den katholischen deutschen Fürsten, das sie ehemals ausgeschlagen, eingehen möchten.
838.
Conferenz der die Vogteien Bellcnz :c. regierenden III Orte.
Brunnen. 1K13, 1. Hctover.
LandcAarchi» Nidwaldc».
Gesandte: Ur i. Melchior Megnet, Landammann; (für einen zweiten Namen Raum gelassen). Sch'"^,Heinrich Reding, Landammann und Pannerherr; Jost Schilter und Sebastian Büeler, beide alt-Landa»»»»