Juli 1610. 1009
blaust worden, nehmen Uri und Schwyz, dieweil dieses Volk auch durch ihr Land Passirt ist, in den Abschied.
(S. u. Vier ennetbirg. Vogt, überh.). «I. In Bezug auf den vorjährigen Beschluß, wie es mit dem^terlasse„m Hab und Gut Hingerichteter Personen gehalten werden solle, ist ein Zweifel entstanden, welcherObrigkeit die auf solchen Personen gefundenen Gülten oder Schuldbriefe, deren Schuldner und Unterpfänder^ter einer andern Obrigkeit sind, gehören sollen. Hierüber wird nun entschieden, dergleichen Hab und Gutder Obrigkeit, welche es in Händen hat, zukommen, indem, wenn die Person gelebt hätte, die Zinsen undAbbezahlung dem Brief nachgegangen wären und die Unterpfänder nicht ihr Eigenthnm, sondern nur Haft^'d Versicherung gewesen sind. v. (S. n. Bier ennetbirg. Vogt, überh.). t n. jjx. (S. u. Bcllenz w.).' Der Vorschlag, eine Gesandtschaft nach Frankreich abzuordnen, nin dem König und der Regentin über" Tod des Königs das Beileid zu bezeugen und ihnen zum Antritt der Regierung Glük zu wünschen, dabereits von vielen mit Frankreich nicht so eng verbündeten Fürsten geschehen sei, wird all rekerenciumWommen. Ihre Stimmen darüber sollen die Orte nach Zürich schiken, damit, wenn eine Mehrheit sich ergibt, das„ ° b>ge angeordnet werden kann, t—t. (S. n. die betreff. Vogteien). «. Da die von der Stadt und vom^bern Amt Zug die aufgerichteten und bestätigten Verträge jeder Thcil nach seinem Kopf auslegen wollen,»halb sie ngH immer in Zwiespalt sind, sollen sie ermahnt werden, die Auslegung den unparteiischen Orten,^ che dieselben aufgerichtet haben, zu überlassen, v. Im Namen des Bischofs von Basel stellt I)r. Christians^'blin das Begehren, ihn mit dem neuen Artikel in dem mit dem Haus Moyland aufgerichteten Bündniß,lej ^r ihm aufgelegten Verpflichtung, das Geld in die Orte auszutheilen, zu verschonen und dießfalls"k Neuerung einzuführen, weil er sonst schon allenthalben genug angefeindet werde. Dessen sollen die Ge-. eingedenk sein. Christof Feer von Lncern eröffnet vor den V katholischen Orte», sein Vetter,^ ^ Hans Jakob Segesser, habe in den Ritterorden der Johanniter eintreten wollen, sei aber, nachdem^oße A^en gehabt, vom Capitel abgewiesen worden und zwar aus ganz nichtigen gesuchten Gründen,^ andern, daß Segesser, weil er dem römischen Reich nicht einverleibt sei, auch von dem dort liegenden^ vniinen nicht genießen könne, ferner, daß die deutsche Zunge keinen Schweizer mehr aufnehmen werde.^ bitte, ihm gegen diesen Orden beholfen zu sein. Weil nun Segesser immer noch in den Orden zu tretenmk . "'cht ?"r rathsam, vom Arrest, den er, wenn seinem Begehren nicht entsprochen würde,
a» ^ Einkünfte des Hauses Tobel legen möchte, Erwähnung zu thnn, und hat über die Sache ein SchreibenZu,/" Arsten Heitersheim erlassen, mit dem Gesuch um beförderliche Antwort, ob wirklich die deutsche^ Ze keinen Schweizer mehr aufnehmen wolle. Je nachdem die Antwort ausfällt, wird mau sich ferner^e» und entschließen, x. (S. u. Baden). ? u. (S. u. Thurgau). »». Über das Gesuch des
^ Fenster und Wappen in das WirthshauS zu Flüelen soll mau sich auf nächster Zu-s^^unft entschließen. I»I». (S. u. Baden), «e. Der Vogt des Prälaten von Rheinau stellt das An-sx "^n möchte, da Rheinau gänzlich auSgemarchct und ausgesöndert und daher im Landfrieden nicht"bschon von den unparteiischen Ausgeschossenen im Februar das Gegentheil erkannt worden,diese"^ ^statten, daß die Katholischen ihren Gottesdienst in der Pfarrkirche auch ausüben dürfen, indemden? Hnen mit Recht nicht länger vorenthalten werden könne; sie begehren allein den Chor und wollen^ kn so abtheilen, daß den Andern keine Ungelegenhcit daraus erwachse, zumal Raum genug sei, auch^ Stunden für den Gottesdienst so einrichten und den Kirchhof so weit mit einer Mauer unter-daß Niemand sich zu beklagen hätte. Zürich entgegnet, mit welchem Fug Rheinau aus dem Land»
127