bildenden „Impression": ein von aussen Kommendes, das die Seele unter das Gebotseiner Willkür stiess, sollte der befruchtende Strahl des Schaffens sein und der „ Anlass"machte die Menschen zu Dichtern, der „Eindruck" sie zu Malern. Über der drängendenSehnsucht und der leidenschaftlichen Suche nach einem neuen Wege der Welterfassunghaben viele das Ziel ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^ zusammenzudrängenüberrannt: Da jede sucht. Wenn wir diese
Zeit ihre besonderen «fv^ä £ ute B e S*i er de unseres
Mittel, die Welt der er- Geistes aus dem Blick-
scheinenden Dinge zu punkt der bildenden
ergreifen hat und ha- Atf"^j W^M Künste Impressionis-
benmuss,umdieWirk- M mus nennen, so sind
lichkeit neu zu begrei- gewiss auch alle
fen und mit glühen- Mühen und Versuche
deren Sinnen zu um- gut, welche dieser neu-
fangen, so sucht auch PW| en Anschauung der
unser Geist die erstarr- H m^w Dinge ihren genaue-
ten Bilder der Väter Llnl s * en Abdruck geben
wieder auf zulösen und kfl wollen; aber ebenso
sich des in ihnen ver- gewiss ist auch, dass
schlossenen Lebens alle diese Versuche
wieder zu bemäch- wertlos und leblos ins
Nichts zurückfallen,wo sie sich nicht in
dem ewig-gleichenZeugungskerne sam-meln und nicht restlosin der Flamme einer
höheren Begattungaufgehen! Das Auf-gelockerte muss sichin dem sättigen, wasin der Seele zeitlosund immer gleicherArt bleibt: Die feinste
zu
tigen, indem er diefreie Bewegung derunendlichen Teile be-trachtet, ja mehr noch,indem er mit den ihmeigenen Organen diegrösste Summe dersinnlichen und seeli-schen Bewegungen imkleinsten Augenblickezu umfangen, das Flies-sende der Farben,
MELCHIOR LECHTER!
STILLEBEN 1906
Töne, Gefühle imkürzesten Zeitraum und gewiegteste 1 ech-
nik kann an sich nur die Bewegung der Teile wiedergeben; die Bindung der gelockertenkann nur ein inneres Gesetz vollziehen; die Harmonie kommt nur aus der reinen künst-lerischen Empfängnis des Inneren Gesichts. Melchior Lechter ist einer der grösstenImpressionisten — wenn seine sieben grossen Entwürfe aus den Jahren 1900 1902 aus-geführt sein werden, wird man ihn für den grössten dieser Zeit erklären, im selben Sinnewie Stefan George heute den Mitteln nach der grösste Realist unter den Dichtern ist —aber wir werden sehen, dass hierin nicht sein Künstlertum beruht, sondern in der