mit rechtwinklig gebogenen Armen, die Hände auf demLeibe zusammengelegt, schlank aufgerichtet und zurück-gelegtenHauptes, aber mit tiefniedergeschlagenen Augen,auf dem Mittelwege langsam nach vorn. Sie ist von einerkostbaren und wundervoll künstlichen Schönheit. IhreErscheinung ist streng linear, ruhevoll symmetrisch, fastmaskenhaft. Ihr Haar, in ein dünnes Tuch eingebunden,stießt zu beiden Seiten der Wangen in blonden, eben-mäßigen Locken darunter hervor. Über ihren länglich ge-schnittenen Augen sind die Brauen auf irgend eine Weiseentfernt oder unsichtbar gemacht, fodaß die nackte Partieüber den gesenkten oberen Lidem mit empfindlichemAusdruck aufwärts gezogen zu sein scheint. Die Hautihres Gesichtes ist wie poliert, straff, gespannt; ihre klarumrissenen Lippen sind in einem vieldeutigen Lächeln ge-schlossen. Um ihren langen, weißen Hals liegt eine ganzfeinegoldene Kette. Ihr starres Brokatkleid, mit dunklen,engen und leicht durchbrochenen Sammetärmeln ist so ge-schnitten, daß der Leib ein wenig hervortritt, und auf derBrust ein Stück des verschnürten Mieders sichtbar ist.
Die Künstler (drängen ihr unter stürmischen Hul-digungen entgegen; einige knien sogar vor ihr nieder,indem sie grüßend die Arme erheben): Heil Fiore! Heilunserer göttlichen Herrin! Heil!
Fiore (immer noch ohne die Lider zu heben, mitkalter Autorität und so leise, daß es sehr still wird, wennsie spricht): Ihr werdet die Waffen einstecken.
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