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Der Kleine Herr Friedemann : Novellen
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und ihn schläfrig vor Mangel an Luftund Freiheit, mit melancholischen Augenansah, so war Tobias voll Zufriedenheit;er sass in stiller und selbstgefälligerHaltung da und streichelte mitleidigEsaus Rücken, indem er sagte:

„Siehst Du mich schmerzlich an, meinarmer Freund? Ja, ja, die Welt isttraurig, das erfährst auch Du, so jungDu bist . .

Wenn aber das Tier, blind und tollvor Spiel- und Jagdtrieb, im Zimmerumherfuhr, sich mit einem Pantoffelbalgte, auf die Stühle sprang und sichmit ungeheurer Munterkeit überkugelte,so verfolgte Tobias seine Bewegungenaus der Entfernung mit einem ratlosen,missgünstigen und unsicheren Blickund einem Lächeln, das hässlich undärgervoll war, bis er es endlich in un-wirschem Tone zu sich rief und es an-herrschte :

„Lass nun den Übermut. Es liegtkein Grund vor, umherzutanzen.“

Einmal geschah es sogar, dass Esauaus der Stube entwischte und die Treppenhinunter auf die Strasse sprang, woselbster alsbald begann, eine Katze zu jagen,Pferdekot zu fressen und sich über-glücklich mit den Kindern umherzu-treiben. Als aber Tobias unter dem