dritten Stockwerk steht linker Hand dieWohnung leer, rechts wohnt ein MannNamens Mindernickel, der obendreinTobias heisst. Von diesem Manne giebtes eine Geschichte, die erzählt werdensoll, weil sie rätselhaft und über alleBegriffe schändlich ist.
Das Äussere Mindernickels ist auf-fallend, sonderbar und lächerlich. Siehtman beispielsweise, wenn er einenSpaziergang unternimmt, seine magere,auf einen Stock gestützte Gestalt sichdie Strasse hinaufbewegen, so ist erschwarz gekleidet, und zwar vom Kopfebis zu den Füssen. Er trägt einen alt-modischen, geschweiften und rauhenCylinder, einen engen und altersblankenGehrock und in gleichem Masse schäbigeBeinkleider, die unten ausgefranst undso kurz sind, dass man den Gummiein-satz der Stiefeletten sieht. Übrigensmuss gesagt werden, dass diese Kleidungaufs reinlichste gebürstet ist. Sein hagererHals erscheint um so länger, als er sichaus einem niedrigen Klappkragen erhebt.Das ergraute Haar ist glatt und tief indie Schläfen gestrichen, und der breiteRand des Cylinders beschattet ein rasiertesund fahles Gesicht mit eingefallenenWangen, mit entzündeten Augen, diesich selten vom Boden erheben, undzwei tiefen Furchen, die grämlich von