I.
Eine der Strassen, die von der Quai-gasse aus ziemlich steil zur mittlerenStadt emporführen, heisst der GraueWeg. Etwa in der Mitte dieser Strasseund rechter Hand, wenn man vom Flussekommt, steht das Haus No. 47, einschmales, trübfarbiges Gebäude, das sichdurch nichts von seinen Nachbarn unter-scheidet. In seinem Erdgeschoss be-findet sich ein Krämerladen, in welchemman auch Gummischuhe und Ricinusölerhalten kann. Geht man, mit dem Durch-blick auf einen Hofraum, in dem sichKatzen umhertreiben, über den Flur, soführt eine enge und ausgetretene Holz-treppe, auf der es un aussprechlich dumpfigund ärmlich riecht, in die Etagen hinauf.Im ersten Stockwerk links wohnt einSchreiner, rechts eine Hebamme. Imzweiten Stockwerk links wohnt ein Flick-schuster, rechts eine Dame, welche lautzu singen beginnt, sobald sich Schritteauf der Treppe vernehmen lassen. Im