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davor gestanden und mir gesagt: Es istschön. Und doch: Schöner ist es nicht?Das ist das Ganze?
Ich habe keinen Sinn für Thatsächlich-keiten; das sagt vielleicht alles. Irgendwoin der Welt stand ich einmal im Ge-birge an einer tiefen, schmalen Schlucht.Die Felsenwände waren nackt und senk-recht, und drunten brauste das Wasserüber die Blöcke vorbei. Ich blicktehinab und dachte: Wie, wenn ich stürzte?Aber ich hatte Erfahrung genug, mir zuantworten: Wenn es geschähe, so würdeich im Falle zu mir sprechen: Nun stürztdu hinab, nun ist es Thatsache! Wasist das nun eigentlich? —
Wollen Sie mir glauben, dass ichgenug erlebt habe, um ein wenig mit-reden zu können? Vor Jahren liebteich ein Mädchen, ein zartes und holdesGeschöpf, das ich an meiner Hand undunter meinem Schutze gern dahin-geführt hätte; sie aber liebte mich nicht,das war kein Wunder, und ein andererdurfte sie schützen . . . Giebt es einErlebnis, das leidvoller wäre? Giebt esetwas Peinigenderes als diese herbeDrangsal, die mit Wollust grausam ver-mengt ist? Ich habe manche Nacht mitoffenen Augen gelegen, und trauriger,quälender als alles übrige war stets derGedanke: Dies ist der grosse Schmerz!