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am liebsten an die Himmelsdecke malenmöchten — während doch ich nicht um-hin kann, jedes grosse Wort als eineLüge oder als einen Hohn zu empfinden!
Verzückte Poeten haben mir vor-gesungen, die Sprache sei arm, ach, siesei arm — oh nein, mein Herr! DieSprache, dünkt mich, ist reich, ist über-schwenglich reich im Vergleich mit derDürftigkeit und Begrenztheit des Lebens.Der Schmerz hat seine Grenzen: derkörperliche in der Ohnmacht, der seelischeim Stumpfsinn, — es ist mit dem Glücknicht anders! Das menschliche Mit-teilungsbedürfnis aber hat sich Lauteerfunden, die über diese Grenzen hin-weglügen.
Liegt es an mir? Läuft nur mir dieWirkung gewisser Wörter auf eineWeise das Rückenmark hinunter, dasssie mir Ahnungen von Erlebnissen er-wecken, die es gar nicht giebt?
Ich bin in das berühmte Leben hinaus-getreten, voll von dieser Begierde nacheinem, einem Erlebnis, das meinengrossen Ahnungen entspräche. Gotthelfe mir, es ist mir nicht zu teil ge-worden! Ich bin umhergeschweift, umdie gepriesensten Gegenden der Erdezu besuchen, um vor die Kunstwerkehinzutreten, um die die Menschheit mitden grössten Wörtern tanzt; ich habe