mag. Dies ist, so empfand ich, eineFeuersbrunst; nun erlebe ich sie!Schlimmer ist es nicht? Das ist dasGanze? . . .
Gott weiss, dass es keine Kleinigkeitwar. Das ganze Haus brannte nieder,wir alle retteten uns mit Mühe ausäusserster Gefahr, und ich selbst trugganz beträchtliche Verletzungen davon.Auch wäre es unrichtig, zu sagen, dassmeine Phantasie den Ereignissen vor-gegriffen und mir einen Brand desElternhauses entsetzlicher ausgemalthätte. Aber ein vages Ahnen, eine ge-staltlose Vorstellung von etwas nochweit Grässlicherem hatte in mir gelebt,und im Vergleich damit erschien dieWirklichkeit mir matt. Die Feuers-brunst war mein erstes grosses Er-lebnis: eine furchtbare Hoffnung wurdedamit enttäuscht.
Fürchten Sie nicht, dass ich fortfahrenwerde, Ihnen meine Enttäuschungen imeinzelnen zu berichten. Ich begnügemich damit, zu sagen, dass ich mit un-glückseligem Eifer meine grossartigenErwartungen vom Leben durch tausendBücher nährte: durch die Werke derDichter. Ach, ich habe gelernt, sie zuhassen, diese Dichter, die ihre grossenWörter an alle Wände schreiben und siemit einer in den Vesuv getauchten Geder