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auch heute zu Ihnen: als Freund und alsVater. — Fünf Jahre sind seit IhrerAbreise verflossen, und hatte ich bisdahin noch nicht Müsse genug zu derErkenntnis gehabt, wie tief die Nei-gung, die Sie meiner Tochter einzu-llössen vermochten, in ihr Wurzel ge-fasst hat, so ist kürzlich ein Ereigniseingetreten, das mir völlig darüber dieÄugen öffnen musste. Warum sollte iches Ihnen verschweigen, dass meineTochter im Gedanken an Sie die Handeines ausgezeichneten Mannes ausge-schlagen hat, dessen Werbung ich alsVater nur dringend befürworten konnte ?
An den Gefühlen und V 7 ünschenmeiner Tochter sind die Jahre macht-los vorübergegangen, und sollte —dies ist eine offene und bescheideneFrage! — bei Ihnen, hochgeehrterHerr Hofmann, das Gleiche der Fallsein, so erkläre ich Ihnen hiermit, dasswir Eltern dem Glücke unseres Kindesfernerhin nicht im W T ege stehen wollen.
Ich sehe Ihrer Antwort entgegen,für die ich Ihnen, wie sie auch lautenmöge, überaus dankbar sein werde,und habe diesen Zeilen nichts hinzu-zufügen, als den Ausdruck meinervollsten Hochachtung.
Ergebenst
Oskar Freiherr von Stein.“
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